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Magnus Brunner und Acapulco-Strand

Finanzminister Brunner besuchte auf Steurzahlerkosten um 16.159,56 Euro Mexiko, wie er nun in einer Anfragebeantwortung zugeben musste.

20. Mai 2023 / 18:57 Uhr

Finanzminister Brunner: Eine „Tennis-Fiesta“ auf Steuerzahlerkosten

Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP) hat es wirklich nicht einfach. Beim diesjährigen Opernball „musste“ er für sich, seine Entourage sowie seinen Gast, den bundesdeutschen Finanzminister Christian Lindner (FDP), an nur einem Abend 40.000 Euro ausgeben. Jetzt musste er sich abermals opfern und das hart verdiente Steuergeld der Österreicher ausgeben.

Parlamentarische Anfrage

Unzensuriert berichtete im März 2023 über eine Mexiko-Reise des Finanzministers mit angeblichem Besuch des ATP-Tennisturniers am Strand von Acapulco. Sowohl Brunners Pressesprecher als auch die österreichische Botschaft in Mexiko ließen unzensuriert-Anfragen unbeantwortet.

FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker ließ aber nicht locker und brachte eine parlamentarische Anfrage an Finanzminister Brunner ein – und traf damit voll ins Schwarze.

Mexiko-Reise für Wirtschaftsbeziehungen

Wie der Finanzminister nun beauskunftete, weilte er tatsächlich vom 28. Februar bis zum 6. März 2023 in Mexiko – „vor dem Hintergrund der gemeinsamen Wirtschaft- und Außenbeziehungen“, wie Brunner wissen ließ. Insgesamt 16.159,56 Euro ließ man sich die Reise kosten (13.901,49 Euro Flugkosten, 1.672,32 Euro Hotelkosten, 585,75 Euro Transportkosten).

Einer der Gesprächspartner in Mexiko mutete dem österreichischen Finanzminister leider einiges zu. Brunner musste sein Gespräch mit „America Movil“-Finanzvorstand Carlos Moreno „aus terminlichen Gründen“ am Rande des ATP-Tennisturniers in Acapulco abhalten. Und um kein Problem mit der Compliance zu bekommen, entschloss sich der Finanzminister, die Kosten für die (VIP?)-Tickets in der Höhe von € 928,91 ebenfalls durch das Finanzministerium zahlen zu lassen.

Präsident des Tennisverbandes

Wie „unangenehm“ der Besuch eines ATP-Turnieres für Magnus Brunner war, zeigt der Umstand, dass dieser zwei Jahre lang Präsident des „Österreichischen Tennisverbandes“ (ÖTV) war und diesen Job erst 2022 aufgegeben hat. Da ist es mit Sicherheit nicht sehr unangenehm, die besten Tennisspieler der Welt zu sehen.

Für Hafenecker rücktrittsreif

Hafenecker ist über die mehr oder weniger unter der Wahrnehmungsgrenze gelegene Reise Brunners trotzdem entsetzt:

Dass Finanzminister Brunner nach seinem teuren Opernballauftritt auch noch eine über 16.000 Euro teure Mexikoreise anhängt, während sich die Menschen den Einkauf nicht mehr leisten können, wäre schon Skandal genug. Dass er sich dort aber auch noch den Besuch eines Tennisturniers im schönen Acapulco auf Steurerzahlerkosten gönnt, und das mit terminlichen Gründen rechtfertigt, schlägt dem Fass den Boden aus. Brunner ist rücktrittsreif!

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