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Renate Anderl sorgte mit ihrer „persönlichen Erklärung“ für Kopfschütteln. Sie tritt als AK-Präsidentin doch nicht zurück.

11. Mai 2022 / 13:09 Uhr

Doch kein Rückzug: AK-Präsidentin sorgt für Kopfschütteln

Wenn ein Politiker eine „persönliche Erklärung“ ankündigt, hat das in der Regel eine besondere Bedeutung. Zumeist wird ein Rückzug aus sämtlichen Ämtern erklärt. Im Falle von FPÖ-Chef Herbert Kickl, der sich den Vorwurf gefallen lassen musste, dass er sich heimlich gegen das Coronavirus habe impfen lasse, war seine persönliche Erklärung eine wesentliche, aber berechtigte Ausnahme.
Medien schrieben von Rücktritt der AK-Präsidentin
Gestern, Dienstag, hat Renate Anderl, die Präsidentin der Wiener und der Bundes-Arbeiterkammer, eine persönliche Erklärung angekündigt. Medien spekulierten bereits, dass Anderl, die der roten Fraktion der sozialdemokratischen Gewerkschafter angehört, sich als Präsidentin zurückzieht. Auch Nachfolger wurden genannt. Dann hieß es, dass Anderl ihr Amt bis zum Ende der Funktionsperiode ausüben werde.
Unnötiger PR-Gag
Doch nichts von alldem. Anderl kündigte an, dass sie bei der kommenden Arbeiterkammer-Wahl erneut antreten will. Diese findet übrigen erst 2024 statt. Rein zufällig habe diese Erklärung nichts mit den jüngsten Rücktritten der Regierungsmitglieder zu tun. Anderls Erklärung sorgt für Kopfschütteln. Hat sie das wirklich notwendig? Wozu die mediale Aufmerksamkeit, zumal die Präsidentin ohnehin im Rampenlicht steht, während alle anderen Fraktionen von den Medien ignoriert werden? Letztendlich nur ein PR-Gag unnötiger Art.

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