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Christian Hafenecker

FPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Hafenecker deckte heute, Mittwoch, in einer Pressekonferenz auf, dass auch Minister Mückstein Mitglied der dubiosen Ärztegruppe auf Facebook ist.

9. Februar 2022 / 18:34 Uhr

Auch Mückstein Mitglied in der dubiosen Ärztegruppe, die „unterirdisch“ über Patienten lästert

FPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Hafenecker hat heute, Mittwoch, in seiner Pressekonferenz neue Grauslichkeiten der dubiosen Facebook-Ärztegruppe, die – gelinde ausgedrückt – über Patienten lästert, in die Öffentlichkeit gebracht. Überraschend präsentierte er auch ein Foto des grünen Gesundheitsministers Wolfgang Mückstein, der dieser geschlossenen Gruppe ebenfalls angehören soll. Hafenecker wunderte sich darüber, dass in den vergangenen Tagen die Chat-Verläufe des Ministers verloren gegangen seien. Auch Mückstein müsste in diesem Forum zumindest mitgelesen haben, welche Abartigkeiten dort ausgerichtet worden seien und wie abwertend man über Patienten in diesem Land gesprochen habe.
Erschütterndes Menschenbild
Wie berichtet, äußerten sich Ärzte unterirdisch über Patienten und zeigten ein erschütterndes Menschenbild. Hafenecker brachte ein paar Beispiele der Unterhaltung, etwa jene, als ein Oberarzt auf die Frage, was man mit einem Patienten mache, der die Impfung ablehnt, antwortete:

Halt die Fresse du dumme Sau!

„…man soll sie nicht ermorden, es reicht ja auch der Knast“
Verwundert zeigte sich Hafenecker über Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres, der solche Postings in der Ärtzegruppe mitlesen würde, jedoch keine disziplinären Maßnahmen gegen deren Urheber einleiten würde. Im Gegensatz dazu habe Szekeres Mediziner zur Strecke gebracht, die fundierte Kritik an der Impfpflicht geübt hätten. Hafenecker forderte den Ärztekammerpräsidenten auf, hier endlich tätig zu werden.
Ein zweites Beispiel, das Hafenecker nach eigenen Angaben „tief erschüttert“ habe, sei ein gewandeltes Gedicht von Kurt Tucholsky (das eigentlich im Satire-Magazin Titanic erschienen ist), als ein Arzt zum Schluss einer Impf-Debatte meinte:

Sie fallen allen nur zur Last, und doch, man soll sie nicht ermorden, es reicht ja auch der Knast.

54 „Likes“ von Ärzten
Zu diesem Satz habe es noch dazu 54 „Likes“ gegeben, so Hafenecker. So eine Vorgehensweise könne man einfach nicht akzeptieren, da müsste doch der Ärztekammerpräsident reagieren. Hafenecker sagte, dass er sich die Mühe gemacht habe, sich die Ärzte, die hier mit einem „Like“ ihre Zustimmung signalisierten, anzuschauen. Es seien keine „Fake“-Profile, sondern Mediziner in Gemeinden oder auch Ärztekammer-Funktionäre.
Nasenspray als Mittel gegen Infektion geheimgehalten
Interessant sei auch ein Posting des Ärztekammerpräsidenten vom 24. April 2021, in dem er einen Nasenspray als Mittel gegen die Infektion angepriesen hätte. Das wäre eine Exklusiv-Information für die Ärzte in dieser Gruppe gewesen, statt es der Öffentlichkeit mitzuteilen. Hafenecker fragte sich:

Wozu macht man millionenteure Kampagnen für die Impfung und weist nicht auf ein Mittel hin, das laut Ärztekammerpräsident gegen die Infektion wirkt und im Übrigen nur neun Euro kostet? Hat man Bürgern wertvolle Informationen vorenthalten, oder hat er nur Blödsinn gesprochen?

„… Covid-Vollpfosten hat quasi Glück, dass er zum richtigen Zeitpunkt röchelt“
Wie abgrundtief hässlich in dieser Gruppe diskutiert werde, zeige auch eine Diskussion über die Vorgehensweise bei möglichen Triagen. Von der versammelten Ärzteschaft werde dort gleich gesagt:

Ich hoffe, die Leitlinie steht. Geimpfte, Unimpfbare werden Ungeimpften immer vorgezogen, und dann kommt erst alles andere.

Daraufhin soll eine ethische Diskussion ausgebrochen sein, eine Meldung zu Ungeimpften habe gelautet, so Hafenecker:

Der stirbt aber vielleicht genau deshalb, weil er warten musste. Ist halt trotzdem einer gestorben. Halt zeitversetzt. Dann hat der Covid-Vollpfosten quasi Glück, dass er zum richtigen Zeitpunkt röchelt.

Facebook-Gruppe wird Fall für das Parlament
Das sei der Stil, wie in dieser Ärztegruppe geschrieben worden wäre. Hafenecker berichtete, dass er im vergangenen Hauptausschuss des Parlaments den Gesundheitsminister mit diesem Thema konfrontiert habe. Mückstein, obwohl Mitglied dieser Gruppe, habe laut Hafenecker geantwortet, dass er davon nichts wisse und dass er, Hafenecker, ihm dies schriftlich mitteilen solle. Dann würde er sich das anschauen.
Hafenecker sagte in der Pressekonferenz, dass er deshalb noch heute, Mittwoch, eine parlamentarische Anfrage an den Gesundheitsminister stellen wird.

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