CMB-Geschäftspolitik: Jahrelang sollen Millionen-Kredite an erfundene Kunden oder ohne Besicherung an nahestehende Kreditnehmer gegangen sein.

8. September 2020 / 10:59 Uhr

Jahrelange dubiose Geschäftsgebarung in Commerzialbank Mattersburg

Wie ein ehemaliger Mitarbeiter der Commerzialbank Mattersburg (CMB) jetzt gegenüber der Tageszeitung Standard ausgeführt hat, bestand viele Jahre lang eine dubiose Geschäftsgebarung. Bankgeschäfte wurden so abgewickelt, wie es eigentlich sämtlichen Standards widersprochen hätte. Grund dafür sei eine Unterwürfigkeit und Angst der Belegschaft vor dem CMB-Vorstandsduo Martin Pucher und Franziska Klikovits gewesen.

Sämtliche zentralen Vorgänge bei Kreditvergaben seien etwa über die Schreibtische von Klikovits und Pucher gegangen. Eigentlich dafür zuständige Kreditsachbearbeiter hätten im System der „Mattersburg-Bank“ nichts zu bestellen gehabt. Dazu kam, dass mangels Aus- bzw. Weiterbildung viele Mitarbeiter nicht am letzten Stand eines modernen Kreditmanagements in einer Bank gewesen seien.

Getürkte Kreditakten sollen vor Seltsamkeiten gestrotzt haben


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Wie der Standard weiter berichtet, sollen getürkte Kreditakten vor Seltsamkeiten gestrotzt haben. So soll ein Unternehmer, der auch Beziehungen zum Fußballklub SV Mattersburg (SVM) hatte bei einem Barvermögen von zwei Millionen Euro eine Gesamtkreditsumme von nicht weniger als 23 Millionen Euro erhalten haben. Und das soll ohne entsprechende Sicherheiten passiert sein. Und ein Angehöriger eines SVM-Sponsors soll für einen Hausbau ohne Besicherung im Grundbuch insgesamt 650.000 Euro erhalten haben.

Eine ganze Reihe von tatsächlichen Fake-Krediten soll über die „Mattersburg-Bank“ an Kreditnehmer gegangen sein, die es tatsächlich nicht waren. Bevorzugt wurden dafür Ärzte herangezogen, deren Daten durch CO-Vorständin Klikovits im Internet recherchiert worden sein sollen, so der Standard.


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