Streit ums Betreuungsgeld: Kinderkrippe oder Herdprämie?
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Deutschland, Österreich, Bundestag, SPD. Die Linke, Die Grünen, Alexander Höferl, Betreuungsgeld, Zur Zeit, DDR, Hannelore Kraft, Landesmutter, Nordrhein-Westfalen, Rabenmutter, FDP, Christian Lindner, Kindertagesstätte, Kita, Transferleistungen, Alleinerzieher, Bonus, Museum, Koalition, CDU, CSU, Kristina Schröder, Wahlfreiheit, Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ, Reinhold Mitterlehner, ÖVP, Ideologie, Feminismus, Wirtschaft, Sozialstaat
Visionen der deutschen Linksparteien aus.
Foto: Bundesarchiv, Bild 183-R1122-022 /
Grubitzsch (geb. Raphael), Waltraud (CC-BY-SA)
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FamilieDie freitägige Sitzung des deutschen Bundestags endete mit einem Eklat. Die Linksparteien SPD, Grüne und Linke verließen das Gremium und sorgten so dafür, dass nicht ausreichend Abgeordnete für eine Beschlussfassung anwesend waren. Die Sitzung wurde daraufhin abgebrochen. Der verhinderte Beschluss betraf die erste Lesung für das sogenannte Betreuungsgeld, das nun voraussichtlich nicht mehr vor dem Sommer eingeführt werden kann. Unzensuriert-Chefredakteur Alexander Höferl hat in der Ausgabe 23 des Wochenmagazins Zur Zeit (hier als E-Paper) einen vergleichenden Blick auf die familienpolitischen Debatten in Deutschland und Österreich geworfen:
Deutschlands Familienpolitik nimmt Anleihen an der unseligen DDR. In Österreich verläuft die Diskussion subtiler, doch Eltern werden auch hier systematisch von ihren Kindern entfremdet.
Landesmutter oder Rabenmutter?
Hannelore Kraft ist der neue Fixstern am deutschen Polithimmel. Die SPD-Ministerpräsidentin in Nordrhein-Westfalen verwandelte das Scheitern ihrer rot-grünen Minderheitsregierung in einen triumphalen Wahlerfolg. Der Blätterwald schmeichelt ihr mit der Bezeichnung als „Landesmutter“ und räumt Kraft Chancen ein, bald schon zur Mutter der Republik aufzusteigen. FDP-Spitzenkandidat Lindner ließ sich im Wahlkampf dazu hinreißen, sie als NRWs „Rabenmutter“ zu bezeichnen. Er wurde dafür laut gescholten, dabei hatte sich Lindner nur auf die Schuldenpolitik der SPD berufen und diesen Vergleich gar nicht in familienpolitischer Hinsicht gezogen, wo er angesichts der Kraft’schen Ideen naheliegend gewesen wäre. Lassen wir Hannelore Kraft also zu Wort kommen, die Ende April ausgerechnet die rest-konservative FAZ als Organ für ihre Ansagen gewählt hat:
Jeder Kita-Platz ist eine gute Prävention. Wir wissen aus einer Untersuchung des Prognos Instituts, dass sich jeder Kita-Platz volkswirtschaftlich schon nach einem Jahr rechnet, weil Mütter dann erwerbstätig sein können, Steuern und Sozialabgaben zahlen, anstatt Transferleistungen zu beziehen. In vielen Fällen möchten gerade Alleinerziehende gerne wieder arbeiten, haben aber keine verlässliche Betreuung. Deshalb stellen wir uns auch so massiv gegen das Betreuungsgeld. Bisher waren wir uns mit der CDU einig, dass Bildung schon in der Kita beginnen muss. Dann müssen wir aber auch sicherstellen, dass alle Kinder da sind, statt eine Prämie für Kinder zu zahlen, damit sie fernbleiben. Das ist vollkommen unsinnig. Es würde auch keiner auf die Idee kommen, jemandem einen Bonus zu zahlen, der nicht ins Museum geht.
Linke nutzte fehlende Einigkeit der Koalition
In einem Land, in dem die Schrecken des DDR-Regimes mit seiner verpflichtenden frühkindlichen Indoktrination kaum mehr als zwanzig Jahre zurückliegen, hätte man einen Aufschrei ob dieses offenen Wiederbelebungsversuchs der Nachwuchs-Verstaatlichung erwarten müssen. Doch er blieb aus. Die Befürworter des – im schwarz-gelben Koalitionsübereinkommen festgeschriebenen – Betreuungsgeldes von 150 Euro monatlich geraten immer mehr in die Defensive. Als „Herdprämie“ wird dieser Zuschuss an jene Eltern bezeichnet, die auf die Segnungen staatlicher Kinderkrippen bis zum dritten Geburtstag ihrer Sprösslinge verzichten wollen. CDU-Familienministerin Kristina Schröder kämpft noch für die längst fällige Umsetzung, doch sie muss zunehmend Kritik aus der eigenen Partei abwehren. Der Koalitionspartner FDP, der in gesellschaftspolitischen Fragen längst abgedankt hat, ist keine große Hilfe. Nur die bayrische CSU steht geschlossen hinter dem Projekt, das weniger begüterten Familien zumindest ansatzweise die Freiheit der Wahl zwischen Selbst- und Fremdbetreuung ihrer Kleinstkinder bescheren soll.
Österreich lockt Eltern in die Falle
In Österreich ist mit sozialistischer Zwangsbeglückungsrhetorik nicht viel zu gewinnen, daher frisst sogar die ultra-feministische Frauenministerin Heinisch-Hosek (SPÖ) bisweilen Kreide. Der Leitbegriff der Wahlfreiheit steht außer Streit, wird jedoch mit höchst unterschiedlichen Inhalten befüllt. Noch fordert niemand die verpflichtende Kinderkrippe, doch junge Eltern werden in die finanzielle Falle gelockt. Mit dem einkommensabhängigen Kindergeld wurde der Grundsatz aufgegeben, wonach dem Staat jedes Kind gleich viel wert sein soll. Die vergleichsweise hohe Zahlung soll animieren, nach nur einem Jahr die Rückkehr ins Berufsleben zu wagen. Dafür wird kräftig die Werbetrommel gerührt – allen Erhebungen zum Trotz, die besagen, dass Frauen bis zum Kindergarteneintrittsalter mehrheitlich Vollzeit-Mütter sein möchten. Dass die Saat des bevormundenden Feminismus aufgeht, sichert die ÖVP mit ihrem Wirtschafts- und Familienminister Mitterlehner, der seine Ressortschwerpunkte höchst ungleich gewichtet. Seine Maxime ist der Kapitalismus, der das Angebot an jungen, gut ausgebildeten Arbeitskräften hoch halten will. Deshalb setzt er auf Sach- statt Geldleistungen – lies: Kinderkrippe statt Kindergeld. Womit wir wieder bei Hannelore Kraft wären, „weil Mütter dann erwerbstätig sein können, Steuern und Sozialabgaben zahlen“ – bis das Sozialsystem am Geburtenmangel zerbricht.









Kommentare
Erstens ...
... muß nicht jede Frau unbedingt Kinder bekommen, die Erde ist ohnehin schon hoffnungslos übervölkert.
Zweitens:
In den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten wurde durch das bestehende Kinderbeihilfssystem des Staates die ungehemmte Vermehrung der untersten Sozialschichten massiv gefördert und gleichzeitig ist es den Schaffenden, bzw. Fleissigen und auch geistig gehobeneren Schichten regelrecht vermiest worden, Kinder zu bekommen.
Eine gezielte Umkehr dieses Systems zu Gunsten der anderen gesellschaftlichen Schicht wäre in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten ein guter Ausgleich!
Ein weiterer Vorteil wäre auch der, daß die gehobenere Schicht trotzdem nicht 3-6 Kinder bekommt, sondern höchstens zwei.
Das Präkariat dagegen würde sich nur noch durch "Verkehrsunfälle" weiter vermehren.
Die Einwanderer ins Sozialsystem würden - Heuschrecken gleich - auch wieder weiterziehen.
Was global die Bevölkerung nicht mehr ganz so schnell steigen ließe.
dfW
Kindergeld, Familienbeihilfe, ...
... und was es noch alles gibt, sind alles Krücken!!!
FAMILIENSPLITTING heisst die einzig wahre Alternative, d.h. Aufteilung des Familieneinkommens auf Köpfe in der Familie. Erst dann wird es auch für den steuerzahlenden Teil der Bevölkerung wieder attraktiv, Kinder zu bekommen. Dann hätten die Frauen (Männer) eine echte Wahlfreiheit.
Jede andere Kinderbeihilfe ist im Gegenzug sofort einzustellen. Damit würde sich auch die ungehemmte Vermehrung zur Sicherung des Lebensunterhaltes im Präkariat augenblicklich aufhören.
Das aber würde gegen die linke Ideologie (Idiotie) arbeiten. Dieselbe, die die Kinder der Mutter möglichst bald entreisst, um sie von ganz klein auf "politisch korrekt" - also link - zu indoktrinieren. Dieselbe, die sich aus den Reihen des geistigen Präkariats des Landes rekrutiert, die den geistigen Verfall der Österreicher idealisiert (womöglich um die Österreicher den Einwanderern aus der Steinzeit anzupassen?)
dfW
Verzeihung, ...
... es muß natürlich Familiensteuersplitting heissen ...
dfW
Diese ...
...Form der Besteuerung benachteiligt allerdings Familien mit weniger als drei Kindern und Alleinerziehende, sofern diese nicht sehr gut verdienen. Die Chancen zur Erwerbstätigkeit von Frauen werden dadurch auch eher schlechter.
Die Wahlfreiheit,...
...die in Österreich herrscht, ist prinzipiell ja nichts Schlechtes. Bei Mitterlehner spricht wohl eher der Wirtschafts- als der Familienminister.
Einkommensabhängiges Kindergeld allerdings ermöglicht das Daheimbleiben der Mutter oder des Vaters aber eher. Das hat nichts mit dem Wert eines Kindes zu tun (der auch in Geld nicht ausdrückbar wäre), sondern berücksichtigt einfach finanzielle Überlegungen der Eltern.
Warum belügen uns die Politiker?
Die wahren Hintergründe, warum unsere Kleinsten in die Kita müssen, verschweigen uns die Politiker. Bereits 2002 in Barcelone gefordert, von Österreich bereits 2004 ins Progamm genommen, darf das Wirtschaftswachstum nicht gefährdet werden, nur weil Mütter zu lange bei den Kindern bleiben.
Da geht es nicht um Kindeswohl, sondern nur um die Wirtschaft:
http://www.inhr.net/artikel/politik-l%C3%BCge-fr%C3%BChf%C3%B6rderung-f%...
Hinterher wird immer gefragt: "Wie konnte das nur passieren?"
Mit Angy hat man sich eine stramme EX-DDRlerin an die Spitze gesetzt. Die Ideologie ist anerzogen und färbt auf den Westen ab. Mit Hilfe der Alt-68er und den eingefleischten Linken wird die Rückführung zur frühkindlichen Indoktrination vollzogen.
Alleinerziehende möchten GERNE wieder arbeiten??
Sie müssen wieder arbeiten!
Â
Die einzigen, die wollen, dass sie wieder arbeiten gehen, ist der Staat wegen den Steuern. Die Globalen wegen des Druckes, den man auf einen Abhängigen ausüben kann und dazu kommt noch, dass die Kinder im Kindergarten leicht zu manipulieren sind.
Â
Wenn man den Frauen das Recht auf Familie nimmt, ist der ganze Genderwahn eine Pharse. Das beweist sich auch in der Tatsache, dass die Kulturen, die man uns "aufs Aug drückt" alle frauenfeindlich sind.
Die Alleinerziehenden
müssen verpflichtet werden, dass die deren Brut so schnell wie möglich abgeben. Die sollen sich ihren Lebensunterhalt gefälligst selbst erarbeiten. Die dürfen keinen Cent an Förderungen bekommen. Warum soll ich für diese Weiber und deren Brut aufkommen?
Das...
...ist jetzt aber ein misslungener Witz, oder? Es ist zu hoffen.
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