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Deutsches Qualitätsblatt FAZ mit klarem Blick auf die FPÖ

13. Juli 2011 - 7:25

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FAZDie Freiheitlichen haben, woran es den anderen österreichischen Parteien derzeit gebricht: Geschlossenheit, straffe Organisation, zugkräftige Themen – und eine klare Führungsfigur. Diese Analyse stammt nicht etwa aus einer Presseaussendung der FPÖ-Parteizentrale, sondern findet sich in der seriösen Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

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"Mehr als Schuhplattler" titelt die FAZ ihre Reportage über die FPÖ.
Foto: keepthebyte / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Während heimische Medien, meistens linkslastig und gleichgeschaltet, nicht davo zurückschrecken, Hitler ins Spiel zu bringen, wenn die Argumente gegen die Freiheitlichen ausgehen – wie zuletzt ORF-Korrespondent Raimund Löw in Straßburg – , anerkennen seriöse ausländische Zeitungen immer stärker die Leistungen der FPÖ, die als einzige bürgernahe Partei des Landes zentrale Themen angehe, die die Menschen bewegen würden. Heinz Christian Strache, so die FAZ, sei es gelungen, die Themenführerschaft zu übernehmen. Außerdem würden die Wähler der FPÖ-Riege regelrecht zugetrieben: durch den Zustand der EU mit ihrem Brüsseler Wasserkopf, ihrer Bürgerferne, ihrem Hang zum Zentralismus und der Griechenland-Hilfe. Zu alldem geselle sich Wut über das Gebaren der internationalen Finanzwelt. Ganz zu schweigen von der Selbstdarstellung der Regierungskoalition, die es fertigbringen würde, sich dadurch selbst zu blockieren, dass sie wochenlang darüber streitet, ob Schüler trotz dreier „ungenügend“ im Zeugnis nicht doch versetzt werden können sollen. Das sei Wasser auf die Mühlen der FPÖ, urteilt FAZ-Redakteur Reinhard Olt.

Bundesregierung kann mit Politik nicht überzeugen

In der Wählerschaft gehe es kaum noch um die Frage, ob die FPÖ überhaupt noch regierungsfähig sei, sondern vielmehr um die Regierungsfähigkeit der gegenwärtigen Koalitionsparteien. Der Meinungsforscher Peter Hajek, der auch in österreichischen Medien zuletzt deutliche Worte fand, analysierte, die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP müssten sich gleichsam „neu erfinden“, um Strache paroli bieten zu können. Die FPÖ habe eine gute Ausgangsposition, eine „sehr stringente Kommunikationslinie“ und ein „klares Profil“. Die Bundesregierung habe hingegen „bis dato mit ihrer Politik nicht überzeugen können“, was auch bei den eigenen Anhängern kritisch aufgenommen werde. Hajek vermisst klare Aussagen, etwa darüber, „wie Österreich im Jahr 2020 auszusehen hat“.

So kommt die FAZ zum Schluss, dass bis zum Wahltermin – spätestens im Herbst 2013 – das innenpolitische Hauptthema vorgegeben ist: „Schafft es Strache?“ Heute liegt die FPÖ in Umfragen jedenfalls vorn.

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