Auf dem SPÖ-Fest auf der Donauinsel werden Wirte gezwungen, Tabakwaren zu verkaufen.

Bild: Manfred Werner / Wikimedia CC BY-SA 3.0
Gesundheit wurscht! SPÖ “knebelt” Wirte am Donauinselfest zum Tschick-Verkauf

Was hat die SPÖ aufgeführt in Sachen Rauchverbot in der Gastronomie! Ärzte und andere Experten marschierten auf, um eindrücklich zu vermitteln, wie schädlich das Rauchen denn sei. Weiß übrigens eh jeder. Jetzt stellt sich aber die Frage: Ging es der SPÖ wirklich nur um die Gesundheit der Menschen oder rein nur um politisches Kalkül?

Ja zum Rauchen, wenn es ums Geschäft geht

Letzteres dürfte der wahre Grund der Hysterie unter den Roten gewesen sein, denn wenn es ums Geschäft geht, ist der SPÖ die Gesundheit der Menschen offensichtlich völlig egal: Eine “Gastro-Fibel” macht nun “Knebelverträge” zwischen der SPÖ und ihren Wirten auf dem Donauinselfest 2019 öffentlich. In dieser ist schriftlich festgehalten, welche Produkte bei welcher Bühne verkauft werden dürfen und welche nicht.

Tabakwaren müssen in ausreichender Menge lagern

In diesem Vertrag, der bei Nichteinhaltung finanzielle Konsequenzen hat, steht wortwörtlich:

Tabak­produkte: Jeder Verkaufsstand muss sämtliche unten angeführten Produkte aus dem Haus . zum Verkauf anbieten und diese in ausreichender Menge lagernd haben.

Donauinsel-Wirt empört über Zwang zum Tschick-Verkauf

“Bei der SPÖ werde ich zum Tschick-Verkauf gezwungen, in meinem Lokal sind die Roten lautstark dafür, dass das Rauchen total verboten wird,” empört sich ein Wirt gegenüber der Tageszeitung Österreich.

An gleicher Stelle kontert die Wiener SPÖ diesem Vorwurf: “Die SPÖ kämpft massiv gegen das Rauchen in Innenräumen. Das Donauinselfest ist und bleibt der größte Schanigarten der Welt, das Rauchen im Freien bleibt somit auch in Zukunft möglich. Im Sinne eines geregelten Verkaufs und des Jugendschutzes hat sich das Angebot von Tabakwaren via Gastronomen auf der Insel bewährt.”

So kann man freilich auch versuchen, sich herauszureden.

Rauchverbot-Abstimmung im Juli im Parlament

Über das generelle Rauchverbot in den Lokalen soll übrigens im Juli im Parlament abgestimmt werden. Die ÖVP hofft aber noch, dass der Verfassungsgerichtshof zuvor schon das Rauchen in Lokalen unterbindet, um ihr Klientel, und dazu gehören ja auch viele Wirte, mit ihrem Stimmverhalten nicht zu verärgern. Die Schwarzen haben ja schon klar gemacht, für ein generelles Rauchverbot zu stimmen, obwohl im Koalitionspapier mit der FPÖ anderes vereinbart wurde.

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, unterstützen Sie bitte das Projekt unzensuriert mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: EASYATW1), ltd. Unzensuriert

  Dieses Video könnte Sie auch interessieren:
Copy link