"Pfiffige" Idee: Kohleausstieg mit 19 Milliarden Euro begleiten | Unzensuriert.at

"Pfiffige" Idee: Kohleausstieg mit 19 Milliarden Euro begleiten

Der geplante Kohleausstieg bei der Stromgewinnung wird den Deutschen noch teuer kommen.  Foto: Zonk43/Wikimedia  (CC BY-SA 3.0)
Der geplante Kohleausstieg bei der Stromgewinnung wird den Deutschen noch teuer kommen.
Foto: Zonk43/Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
4. Juni 2019 - 16:51

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Deutschland, gefangen in der Klimahysterie, hat nicht nur den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen, sondern will bis 2038 auch keinen Strom mehr aus Kohlekraftwerken produzieren. Ziel hinter den Maßnahmen ist die Reduktion des Ausstoßes des Treibhausgases CO2.

Kohleausstieg kontraproduktiv?

Doch eine aktuelle Studie des Potsdam-Instituts warnt davor. Der Ausstieg könnte durch die unnatürliche Wettbewerbsveränderung und durch die komplizierten Mechanismen im europäischen Emissionshandel den Gesamtausstoß sogar noch steigen lassen. Denn wenn die Kohlekraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden, sinkt das Stromangebot und der Strompreis würde zwangsläufig steigen. Darüber würden sich alle anderen Betreiber von teils veralteten und unrentablen Kohlekraftwerken freuen, die dann wieder gewinnbringend betrieben werden könnten. Infolge der gestiegenen Nachfrage würden sie wohl ihre Produktion erhöhen – und damit ihren Ausstoß an CO2.

Gleichzeitig würde die Nachfrage nach Emissionsberechtigungszertifikaten im europäischen Emissionshandel sinken, weshalb deren Preis fallen wird. Stromproduzenten aus dem Ausland würden erfreut die billigeren Emissionsberechtigungen erwerben und damit ihren CO2-Ausstoß erhöhen.

„Pfiffige“ Idee: Preis für CO2

Doch die Forscher haben Ideen für eine Abhilfe aus der Misere: Zahlen für CO2! Müsste in Deutschland 30 bis 60 Euro pro Tonne CO2 im Jahr 2030 bezahlt werden, so würden die nationalen Klimaziele im Stromsektor erreicht. In nur 20 Jahren würde das die Deutschen etwa 19 Milliarden Euro kosten.

Außerdem schlagen die Forscher vor, Emissionszertifikate zu löschen, um ihren Preis oben zu halten. Nur so ließe sich die bloße Verlagerung der Stromproduktion verhindern, also keine Stromproduktion und kein CO2-Ausstoß in Deutschland, umso mehr in den Nachbarländern. Durch die Einführung eines Mindestpreises für CO2-Zertifikate im gesamten europäischen Emissionshandel könnte das verhindert werden. Denn wenn der Marktpreis unter dem Mindestpreis der Zertifikate liegt, werden automatisch Zertifikate zurückgehalten und können gelöscht werden.

Es ist nur fraglich, ob die anderen europäischen Staaten Deutschland den Gefallen tun werden, höhere Steuereinnahmen von ihren Einwohnern einzufordern, damit die deutsche Klimahysterie behandelt werden kann.

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