Claus Pándi von der „Kronen Zeitung“ hat die FPÖ zum neuen Feindbild auserkoren – ob das Leser bringt?

Bild: UNIQUE relations/APA-Fotoservice/Stickler
„Kronen Zeitung“ gegen FPÖ: Zusammenarbeit mit Blauen „darf es nicht mehr geben“

Seit dem sogenannten „Ibiza-Skandal“ hat sich Österreichs Boulevard-Zeitung Nummer eins, die Kronen Zeitung, in ihrer Berichterstattung massiv und sehr tendenziös auf die FPÖ eingeschossen. Und reiht sich fröhlich in die Phalanx all jener ein, die aus den Verfehlungen zweier Einzelner eine Art Sippenhaftung machen, und die vergessen, dass die türkis-blaue Regierung gleichermaßen beliebt wie erfolgreich war. An die Spitze dieser Tiraden gegen die Freiheitlichen hat sich nun allem Anschein nach der ehemalige Innenpolitik-Leiter und nunmehrige Chefredakteur der Salzburger Krone, Claus Pándi, gesetzt. 

Zusammenarbeit mit FPÖ „darf es nicht geben“

In einem Kommentar mit dem Titel „Ende einer Versuchsreihe“ geht Pándi nicht nur mit der SPÖ, sondern auch mit der FPÖ hart ins Gericht. Er kritisiert den „Flirt“ der „einst stolzen Kanzlerpartei“ (gemeint ist die SPÖ) mit der von Heinz Christian Strache „geformten Partei“ und attestiert der gesamten FPÖ dabei gleich einen „moralischen Defekt“.

Deshalb, so das Demokratieverständnis des Krone-Chefredakteurs, dürfe es mit der FPÖ auch keinen weiteren Versuch der Zusammenarbeit geben. Alle „Experimente“ seien nämlich zum „Nachteil der Republik“ gescheitert und hätten dem Land viel „Ansehen und Geld gekostet“. Dass die bisherigen Koalitionen der FPÖ stets von ihren Partnern aufgekündigt worden sind und es jüngst ÖVP-Kanzler Sebastian Kurz war, der dies aus reinem Machtstreben tat, ist Pándi freilich keine Zeile wert. 

FPÖ nur für Opposition „gut“

Schließlich resümiert Pándi pathetisch:

Es ist sinnlos, es funktioniert nicht. Die Regierungsunfähigkeit der FPÖ gilt als erwiesen. Vielleicht kann aus der FPÖ nach gründlicher Aufarbeitung ihrer Geschichte und einer völligen Neuaufstellung einmal eine halbwegs brauchbare Oppositionspartei werden. Mehr nicht. 

Dass Pándi frei von politischen Interessen seinen „Job“ macht, darf dabei bezweifelt werden. Immerhin war seine Ehefrau Pressesprecherin bei SP-Bundeskanzler Werner Faymann, und sein Trauzeuge war der SP-Staatssekretär Josef Ostermayer.

Pándi beleidigt auch FPÖ-Wähler 

Auf Twitter attackierte Pándi zudem Wähler der FPÖ und Fürsprecher einer Weiterführung der schwarz-blauen Koalition. Auf die selbstgestellte Frage, warum die FPÖ unter der Führung von Norbert Hofer „besser“ oder „anständiger“ sei, meinte er: „Frage, die wohl nur Menschen erklären können, die auch an Erscheinungen glauben“, und attestierte diesen somit eine gewisse Einfältigkeit. 

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