SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig trägt die volle politische Verantwortung für das Verhungern von drei Frauen in seinem – auch rot regierten – Heimatbezirk Floridsdorf.

Bild: SPÖ Presse und Kommunikation / CC BY-SA 2.0
Drei Frauen in Wien verhungert – und Ludwig (SPÖ) geht zur Tagesordnung über

Eine noch nie dagewesene Familientragödie hat im Schatten der Regierungsturbulenzen in der medialen Berichterstattung beinahe eine Nebenrolle eingenommen. Drei Frauen verhungern mitten in Wien. Ein Fall, der wieder einmal zeigt, dass die SPÖ-Sozialpolitik oft nur ein Lippenbekenntnis ist.

Skandal beschäftigt Volksanwaltschaft

SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig ist nach der fassungslosen Tragödie in seinem Heimatbezirk Floridsdorf jedenfalls auffällig schnell zur Tagesordnung übergegangen und hat sich lieber an der Regierungsdiskussion beteiligt, statt im eigenen Haus endlich einmal aufzuräumen.

Neben Rekordschulden, Skandalbauten, wie das Krankenhaus Nord, das die Steuerzahler wegen Schlamperei Millionen kostet, ist offenbar auch das Jugendamt eine große Baustelle. Laut Medienberichten bekam Vesna M. und ihre beiden Töchter nur ein einziges Mal Besuch vom Jugendamt, nämlich 2017. Die Sozialarbeiterin soll aber keinen Grund für weitere Maßnahmen erkannt haben. Ein Skandal, der jetzt sogar die Volksanwaltschaft auf den Plan rief.

Unfassbar traurige Vorgeschichte

Jetzt werden Fragen laut: Warum kümmerte sich keiner um die drei Frauen in der Werndlgasse mit der unfassbar traurigen Vorgeschichte? Vesna M. kam einst hochschwanger nach Österreich, nur um zu erfahren, dass der Vater der Kinder bereits eine andere Familie hatte, die er erst auflösen musste. Es folgte eine Horrorbeziehung. Drei Mal flüchtete die Serbin mit ihren Töchtern ins Frauenhaus, bis der Tyrann sie in Ruhe ließ und einer Trennung zustimmte.

Bürgermeister Michael Ludwig muss die Tragödie, die ausgerechnet in seinem politischen Heimatbezirk Floridsdorf, wo ebenfalls ein SPÖ-Bezirksvorsteher regiert, besonders unangenehm sein. Da ist es nur verständlich, dass er dieses Drama vor der eigenen Haustüre rasch aus den Schlagzeilen bringen wollte. Also schwadronierte Ludwig lieber Blödsinn über die Freiheitlichen, die – so Ludwig – das Wasser privatisieren wollen. Er nannte das Ibiza-Video als Beweis dafür.

Allerdings steht diese Behauptung weder in irgend einem Parteiprogramm der FPÖ, noch hat sich ein wichtiger Funktionär der Blauen diesbezüglich geäußert.

Der Wiener SPÖ-Bürgermeister tut also nichts anderes als sein Vorgänger Michael Häupl: Auf die politischen Gegner hinhauen, um von den eigenen Problemen abzulenken.

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