Niemand will "divers" sein: Keine Nachfrage bei Geschlechterunfug | Unzensuriert.at

Niemand will "divers" sein: Keine Nachfrage bei Geschlechterunfug

Obwohl es seit Jahresbeginn möglich ist, gab es keine Eintragung als "diverses" Geschlecht. Der Boom blieb aus. Foto: xJason.Rogersx / wikimedia (CC BY 2.0)
Obwohl es seit Jahresbeginn möglich ist, gab es keine Eintragung als "diverses" Geschlecht. Der Boom blieb aus.
Foto: xJason.Rogersx / wikimedia (CC BY 2.0)
9. April 2019 - 9:00

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Seit dem Jahresbeginn ist es in Deutschland möglich, ein drittes Geschlecht offiziell in den Reisepass und die Geburtsurkunde eintragen zu lassen. Als dringende Notwendigkeit wurde die Einführung davor jahrelang von linken Befürwortern tituliert. Die Betroffenen würden ansonsten eine starke Diskriminierung erfahren. Wie notwendig ein weiteres Geschlecht, nämlich „divers“, neben dem männlichen und weiblich wirklich ist, zeigte nun eine Auswertung im Bundesland Schleswig-Holstein.

Keine Neueintragungen

Seitdem es möglich ist, am Standesamt sein Geschlecht auf ein neutrales „divers“ umändern oder eintragen zu lassen, brach nämlich,entgegen den Erwartungen mancher Linker, kein Sturm auf die Ämter aus. Es passiert tatsächlich nämlich gar nichts. Bisher gab es keine einzige Eintragung dieser Art, bestätigte eine Sprecherin der Stadt Lübeck.

Ganze drei Mal wurde die Geschlechtsangabe seither von weiblich in männlich geändert und zwei Mal von männlich auf weiblich. Ob gleich nach der Geburt, wo tatsächlich erstmals anatomische Anomalien entdeckt werden, oder erst später, geht aus der Berichterstattung nicht hervor. Eine Eintragung eines „diversen“ Geschlechts sei bisher allerdings noch nie vorgenommen worden. Weder nach der Geburt, noch von Erwachsenen.

Eingeführt wurde die angeblich anti-diskriminierende Eintragungsweise, weil zwei Menschen davor geklagt hatten. Sie fühlten sich weder dem weiblichen, noch dem männlichen Geschlecht zugehörig, obwohl ihre Anatomie eines der beiden verriet. Die bisherige Pflicht, einen Menschen nach der Geburt als weiblich oder männlich einzutragen, ist damit gefallen.

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