Staatschef Erdogan will die Wahlergebnisse in Istanbul und Ankara nicht anerkennen.

Bild: PICAWN / wikimedia (CC BY 3.0 cl)
Türkei: Erdogans AKP legt Einspruch gegen Wahlergebnisse ein

Hoch her geht es knapp ein Woche nach den Kommunalwahlen in der Türkei. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und seine islamistische Regierungspartei AKP haben unter anderem die Bürgermeisterwahlen in den türkischen Metropolen Ankara und Istanbul angefochten. Die AKP will nicht hinnehmen, dass die oppositionelle CHP unter anderem die Hauptstadt Ankara und die Stadt Istanbul mehrheitlich gewonnen hat.

Erdogan macht ein sogenanntes „organisiertes Verbrechen“ und damit einfach Wahlbetrug gegen die erfolgreiche CHP als Argument geltend, dass die AKP nach nicht weniger als 25 Jahren vom Wähler aus den Bürgermeisterämtern gejagt worden ist.

Erdogan: Alle Stimmen sollen neu ausgezählt werden

Laut Erdogan sollen alle Stimmen neu ausgezählt werden, um offensichtlich das nicht genehme Wahlergebnis vom 30. März zu korrigieren. Heiß umkämpft ist etwa die Bosporusmetropole Istanbul, wo zwischen der CHP und der AKP nur ganze 13.000 Stimmen Unterschied stehen. Am Wahlabend sollen es noch 28.000 Stimmen gewesen sein.

Die oberste Wahlbehörde (YSK) soll jetzt für ein endgültiges Wahlergebnis sorgen, das laut AKP nur für sie in Istanbul und wohl auch in Ankara siegreich sein soll.

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