Misswirtschaft: Tomaten werden jetzt in der Türkei bereits über staatliche Abgabestellen vertrieben.

Bild: NaJina McEnany / Wikimedia (CC-BY-SA-2.5)
Türkei startet staatlichen Lebensmittelhandel wegen Teuerungswelle

Zum staatlichen Lebensmittelhändler ist jetzt der türkische Staat mutiert. Präsident Recep Tayyip Erdogan hat mit einem entsprechenden Dekret jetzt die Lebensmittel-Bewirtschaftung teilweise in staatliche Hände delegiert. Staatliche Stellen verkaufen jetzt verbilligtes Gemüse, um gegen die Teuerungswelle anzukämpfen, die Gesellschaft und Wirtschaft zu destabilisieren droht.

Mit 50 eigenen Verkaufszelten in Istanbul und 30 weiteren in der Hauptstadt Ankara sollen hier vor allem die ärmeren Schichten dazu in die Lage versetzt werden, ihren täglichen Grundnahrungsmittelbedarf zu decken.

Erdogan bekämpft „Lebensmittel-Terror“ des Handels

Wirtschaftspolitisch macht Staatchef Erdogan den sogenannten „Lebensmittel-Terror“ des Handels für die steigenden Preise und die verkappte Versorgungslage zuständig. So sollen „gierige Händler“ und Kräfte aus dem Ausland, die die Versorgungslage der Türkei ausnutzen, für die Lebensmittelknappheit und die steigenden Preise verantwortlich gemacht werden. Auch für Putzmittel und andere Bedarfsartikel möchte Erdogan solche staatlichen Abgabestellen einrichten.

Dass die miserable Politik des Regimes die schlechte Wirtschaftslage und hohe Inflation inklusive Geldentwertung verursacht hat, ignoriert der autokratische Staatschef nach wie vor.

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