Gerichtsvergleich: Drozda darf Magazin "alles roger?" nicht mehr "Neonazi-Postille" nennen | Unzensuriert.at

Gerichtsvergleich: Drozda darf Magazin "alles roger?" nicht mehr "Neonazi-Postille" nennen

Thomas Drozda beklagte sich über das Inseraten-Gebaren der FPÖ-Ministerien in "Neonazi-Postillen". Damit ging er zu weit. Foto: Bundeskanzleramt / Hans Hofer
Thomas Drozda beklagte sich über das Inseraten-Gebaren der FPÖ-Ministerien in "Neonazi-Postillen". Damit ging er zu weit.
Foto: Bundeskanzleramt / Hans Hofer
8. Februar 2019 - 15:14

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Da hat wohl einer den Mund zu voll genommen: Der Ex-SPÖ-Kanzleramtsminister und derzeitige SPÖ-Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda darf das Monatsmagazin alles roger? laut einem heute, Freitag, geschlossenen Gerichtsvergleich nicht mehr "Neonazi-Postille" nennen. Hintergrund: Drozda hatte sich in einem APA-Interview im August des Vorjahres darüber beklagt, dass FPÖ-Ministerien in „Neonazi-Postillen“ wie alles roger? oder Wochenblick Inserate schalten. Alles roger? hatte daraufhin auf Unterlassung geklagt – mit Erfolg.

Linke Jagdgesellschaft fröhlich vereint

Das bundesweit in einer (nach eigenen Angaben) Auflage von 200.000 Stück erscheinende Magazin wurde 2014 vom „Excalibur“-Betreiber und ehemaligen Falco-Vertrauten Ronnie Seunig gegründet und bezeichnet sich in seiner politischen Ausrichtung selbst als „Mitte-rechts“. Seitens der linken Jagdgesellschaft wurde in den letzten Jahren immer wieder versucht, das unabhängige Magazin anzupatzen. So berichtete etwa Der Standard über angeblich getürkte Interviews in alles roger? Das „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes“ (DÖW) oder das „Mauthausen Komitee“ stuften das Heft aufgrund einer Reportage über die Aktivitäten von George Soros als „tendenziell antisemitisch“ ein.

Drozda kündigt "Wahrheitsbeweis" an

Drozda will den Fall nicht auf sich beruhen lassen und kündigt in einer Aussendung an, er wolle den Wahrheitsbeweis für die "rechtsextreme Blattlinie" von alles roger? antreten. Er verweist - wie könnte es anders sein - auf die kommende Einvernahme von Andreas Peham vom DÖW, der vom Gericht zur Blattlinie von alles roger? befragt werden wird.

DÖW-Peham wieder einmal als "Experte" aktiv

Peham tritt, wo auch immer es nötig erscheint, als "Rechtsextremismus-Experte" auf. Vor allem der ORF bucht ihn gerne, wenn es gilt, irgendwo böse Nazis zu entlarven. Auch unzensuriert wurde vom einseitigen "Experten" schon angepatzt.

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