In der Lugner-City wurde Richard Lugner (Bild) noch gedacht. Ein Park soll, wenn es nach den Stimmen aus dem Rathaus geht, nicht nach ihm benannt werden.

9. September 2026 / 16:10 Uhr

Denkmal-Streit in Wien-Döbling: Rathaus-Bürokraten verweigern Richard Lugner die letzte Ehre

Trotz breiter Zustimmung im Bezirk Döbling verhindert die Rathaus-Mehrheit eine Grünflächen-Benennung nach Richard Lugner. Die angeblichen Gründe sorgen bei der Familie und tausenden Bürgern für echte Empörung.

Linke Denkmalschützer blockieren Richard-Lugner-Park am Grinzinger Platz

Der verstorbene Wiener Baumeister Richard Lugner prägte die Bundeshauptstadt über Jahrzehnte wie kaum ein anderer Unternehmer, doch für die rot-pinke Rathaus-Koalition reicht das offenkundig nicht. Obwohl die Bezirksvertretung im noblen Wien-Döbling bereits grünes Licht für eine unbenannte Grünfläche am Grinzinger Platz gegeben hatte, schob der städtische Unterausschuss dem Vorhaben nun schroff den Riegel vor. Ausgerechnet jene Bürokraten, die sonst jede steuerfinanzierte Symbolpolitik feiern, verweigern dem legendären Mall-Erbauer die verdiente Ehrung.

Gesinnungsprüfung statt Anerkennung für echte Lebensleistung

Als Vorwand für die Ablehnung serviert die städtische Verwaltung angebliche Mängel im Betragen des Baulöwen. Neben mutmaßlich „problematischem Umgang mit Frauen“ wirft man dem Opernball-Original gar Homophobie vor – Konstrukte aus der moralischen Mottenkiste. Dass Lugner als Patron tausende Arbeitsplätze schuf, die heimische Wirtschaft ankurbelte und Österreichs Kultur international ins Gespräch brachte, zählt vor den Augen der linken Kultur-Nomenklatur offensichtlich wenig.

Witwe Simone Lugner schlägt auf Instagram zurück

Auf den unverschämten Schlag aus den Rathaus-Etagen reagierte Lugners Witwe Simone umgehend und hielt der behördlichen Belehrung die Realität entgegen. Die Vorwürfe seien völlig aus der Luft gegriffen, stellte die Witwe klar und unterstrich wie oe24 berichtete: „Richard war immer gut und respektvoll zu mir, und zu Menschen die wir trafen. Er war auch ganz sicher nicht Homophob. Eine Frechheit diese Behauptung.“ Mit dieser deutlichen Ansage spricht sie vielen Wienern aus der Seele, die genug von bevormundender Gesinnungspolitik auf dem Rücken Verstorbener haben.

Bürgerferne Doppelstandards der Rathaus-Politik

Besonders entlarvend ist das Stimmverhalten im Rathaus: Während Vertreter der etablierten Parteien auf Bezirksebene in Döbling noch für das Projekt stimmten, kippte die Entscheidung auf höherer Ebene ganz im Sinne des ideologischen Zeitgeists. Die Opposition kritisiert den Vorgang scharf als politische Farce und unerträgliche Doppelmoral. Während Leistungsträger und bodenständige Bürger übergangen werden, entscheidet im Wiener Rathaus längst die Gesinnung darüber, wer im Stadtbild sichtbar bleiben darf.

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