395 Hitzetote soll es im Juni in Österreich gegeben haben – doch die Statistiken des SPÖ-geführten Gesundheitsministeriums sind alles andere als unumstritten. Dazu kommt: Seit 2020 ist die Übersterblichkeit massiv gestiegen – und nur einen Teil davon kann man mit der Corona-Pandemie erklären.
Sogar Badeunfälle und Herzinfarkte fließen in Statistik
Laut Gesundheitsministerium war der Juni 2026, wie berichtet, mit einer von der AGES berechneten hitzeassoziierten Übersterblichkeit von 395 Todesfällen angeblich der tödlichste Hitzemonat seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Zahl ergibt sich aus einem Vergleich der tatsächlichen Sterbefälle während der Hitzewelle mit der statistisch zu erwartenden Sterblichkeit. In die Berechnung fließen unter anderem Wetterdaten sowie mögliche verzögerte Auswirkungen extremer Hitze von bis zu 21 Tagen ein.
Dabei handelt es sich jedoch um einen statistischen Wert. Ob jeder einzelne zusätzliche Todesfall tatsächlich unmittelbar auf die Hitze zurückzuführen ist, lässt sich nicht nachweisen. Je nach Berechnungsmethode können auch Todesfälle infolge von Herzinfarkten, Schlaganfällen, Kreislaufversagen, Stürzen durch Schwindel oder Dehydrierung sowie die Verschlechterung bestehender Herz-, Lungen- oder Nierenerkrankungen in die Statistik einfließen. So können etwa auch Badeunfälle in die Statistik der Hitzetoten aufscheinen.
Musterbeispiel für Statistik-Propaganda
Kritik an den Zahlen kommt von der FPÖ: Die Nationalratsabgeordnete Katayun Pracher-Hilander und EU-Mandatar Gerald Hauser sprachen von einem „Musterbeispiel für Propaganda und den unsachlichen Umgang mit statistischen Zahlen durch die Einheitspartei“ aus Volkspartei, Sozialisten, Grünen und Neos sowie den Mainstream-Medien.
Seit 2020 sterben mehr Menschen
Katayun Pracher-Hilander kritisierte den Umgang mit Sterbezahlen und warf den Medien vor, sich einseitig auf hitzebedingte Todesfälle zu konzentrieren, während die Übersterblichkeit seit 2020 kaum thematisiert werde. Der selektive Umgang mit Sterbezahlen sei „an Heuchelei nicht zu überbieten“. Aktuell werde „spekuliert, dass rund 400 Menschen in Österreich durch Hitze gestorben sein könnten. Doch dass in Österreich seit 2020 zigtausende Menschen mehr gestorben sind, als zu erwarten gewesen wäre, wird der breiten Öffentlichkeit tunlichst verschwiegen.“ Dazu und zu den möglichen Ursachen lese sie „nichts, gar nichts, in den Mainstream-Medien“.
Fordern Corona-Impfungen noch immer Opfer?
Hauser führte aus, die Übersterblichkeit seit 2020 lasse sich nicht allein mit der COVID-19-Pandemie erklären. Er verwies auf höhere Sterbezahlen in den Jahren 2021 und 2022 sowie auf einen Evaluierungsbericht des Landes Niederösterreich und erhob Kritik an den Corona-Impfungen. Die COVID-19-Impfungen hätten die Pandemie nicht beendet, sie hätten sie faktisch angeheizt. „Und die nach wie vor erhöhte Sterblichkeit deutet darauf hin, dass die Nebenwirkungen der COVID-19-Impfungen wohl immer noch Opfer fordern.“
Niedrige Impfquoten und weniger Tote in Bulgarien
Zudem verwies Hauser auf Bulgarien, das eine niedrige Impfquote gehabt habe und wo die Sterblichkeit seit 2022 rückläufig sei. Er forderte eine umfassende wissenschaftliche und politische Aufarbeitung sowie mehr Transparenz bei den Zulassungsstudien und den Impfstoffverträgen.
„Alle diese Zahlen erfordern endlich eine objektive politische und wissenschaftliche Aufarbeitung“, so Hauser. Es könne nicht sein, dass die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) die Daten zu den Zulassungsstudien großteils geschwärzt veröffentlicht und somit eine Aufarbeitung behindert – „Und es kann nicht sein, dass die EU die Untersuchung der Malversationen um die Impfstoffverträge nach wie vor unterdrückt.“
