Ein ukrainischer Ex-Soldat muss sich wegen des Anschlags auf die deutsch-russische Pipeline verantworten (Symbolbild).

4. Juli 2026 / 10:52 Uhr

Ukrainischer Ex-Soldat wegen Nord-Stream-Anschlag angeklagt, doch Milliarden fließen weiter nach Kiew

Der Anschlag auf die russisch-deutschen Nord-Stream-Pipelines steht vor der Aufklärung: Die Bundesanwaltschaft hat jetzt Anklage gegen einen früheren ukrainischen Soldaten erhoben, dem die Beteiligung an der Sprengung von 2022 vorgeworfen wird.

Ermittlungen gegen ukrainischen Ex-Militär

Nach den Ermittlungen soll er Teil jenes Teams gewesen sein, das mit einer Segeljacht Sprengsätze an den Leitungen vor Bornholm angebracht habe. Die Tat wird als Sabotageakt mit schwerer Zerstörung von Infrastruktur und als Sprengstoffdelikt verfolgt. Offen bleibt weiterhin die Frage, wer den Auftrag erteilt hat und ob hinter der Operation staatliche Stellen aus der Ukraine standen.

FPÖ: Überweisungen an Kiew sofort stoppen

Die FPÖ verlangt nach der Anklage Konsequenzen: Alle Zahlungen an die Ukraine sollen sofort eingestellt werden. Generalsekretär Christian Hafenecker sprach von einem möglichen Angriff auf kritische europäische Energieinfrastruktur und forderte, Österreichs Interessen gegenüber Kiew und Brüssel härter zu vertreten. Er sprach Klartext: „Seit Jahren gilt dieses Land als eines der korruptesten Staaten Europas.“ Dennoch überweise die Verlierer-Ampel gemeinsam mit Brüssel Unsummen nach Kiew, während den eigenen Bürgern Sparpakete, neue Belastungen und Rekordschulden zugemutet würden. Wer Milliarden ins Ausland schicke, während die eigene Bevölkerung unter Teuerung und explodierenden Energiekosten leide, habe die Prioritäten völlig aus den Augen verloren.

Auch Österreich von Pipeline-Anschlag betroffen

Österreich gehöre zu den Geschädigten dieses Anschlags. „Die OMV war mit rund einer Milliarde Euro an Nord Stream beteiligt“, erinnerte Hafenecker. Mit der Zerstörung dieser Energieinfrastruktur wäre die günstige Energieversorgung Europas massiv beschädigt worden, und die Folgen würden heute Millionen Menschen tragen:

Explodierende Energiepreise, steigende Lebenshaltungskosten und eine Kaufkraft, die Jahr für Jahr weiter schwinde. Gleichzeitig kämpften Unternehmen mit Energiekosten, die den Wirtschafts- und Industriestandort massiv schwächten. Betriebe verlören ihre Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen blieben aus, und Arbeitsplätze gerieten zunehmend unter Druck. Diese Entwicklung sei auch eine direkte Folge der Zerstörung von Nord Stream.

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