In Jesolo, dem auch bei österreichischen Urlaubern beliebten Badeort an der italienischen Adria, eskaliert die Lage. Innerhalb weniger Tage kam es zu mehreren Massenschlägereien unter migrantischen Jugendlichen, darunter eine mit rund dreißig Beteiligten am Strand vor der Piazza Brescia und eine weitere nahe dem Busbahnhof.
Bürgermeister De Zotti zieht die Notbremse
Christofer De Zotti, Bürgermeister von Jesolo, hat die Vorfälle in deutlichen Worten kommentiert. Auf Facebook schrieb er:
Dieser Abschaum ist in Jesolo nicht willkommen. Ebenso wenig wie jeder andere, der glaubt, hierherkommen zu können, um Krawall zu machen und Gewalt auszuüben.
„Maranza“-Problem auch an anderen Orten
Der Bürgermeister fordert mehr Präsenz von Staatspolizei, Carabinieri und Finanzpolizei für den Sommer und hat sich bereits mehrfach mit dem Präfekten von Venedig ausgetauscht. Am 4. Juni soll ein Provinzausschuss für öffentliche Ordnung und Sicherheit in Venedig weitere Maßnahmen prüfen, darunter die Einrichtung sogenannter roter Zonen.
Die italienischen Medien sprechen von „Maranza“, jenen über die sozialen Netzwerke organisierten Jugend-Gangs, die in Österreich als „Talahons“ bekannt sind. Sie posieren mit Messern und Pistolen, suchen willkürlich Opfer und tragen ihre Konflikte öffentlich aus. Carabinieri ermitteln, erste Identifizierungen von Minderjährigen, darunter Nordafrikaner, liegen vor. Die Vorfälle ereigneten sich Ende Mai und Anfang Juni 2026.
Beliebtes Urlaubsziel unter Druck
Jesolo lebt vom Tourismus. Österreicher machen einen großen Teil der Gäste aus. Statt entspannter Strandtage erleben Einheimische und Touristen nun Schlägereien, Krawall und verunsicherte Nächte. De Zotti drängt auf harte Gegenmaßnahmen, um den Ruf des Ortes zu retten. Er setzt auf verstärkte Kontrollen und klare Signale, dass Chaosmacher in Jesolo keinen Platz haben.


