Weil Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer bei einer Partei-Veranstaltung im Juni 2020 am Viktor-Adler-Markt in Wien-Favoriten sinngemäß sagte, der Koran, das heilige Buch des Islam, sei gefährlicher als das Corona-Virus, wird er nun von der Staatsanwaltschaft Wien verfolgt.
Verdacht der Verhetzung
Wegen des Verdachts auf Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren verlangt die Behörde fünf Jahre nach der Aussage Hofers die Auslieferung des heutigen Landespolitikers beim burgenländischen Landtag. Die Staatsanwaltschaft wollte schon 2020 ermitteln, allerdings stimmte der Nationalrat gegen die behördliche Verfolgung des damaligen Dritten Nationalratspräsidenten. Die Abgeordneten begründeten das damit, dass ein Zusammenhang zwischen der Äußerung und der politischen Tätigkeit Hofers bestehe.
Koran gefährlicher als Corona
Wörtlich soll Hofer gesagt haben:
Ich fürchte mich nicht vor Corona, Corona ist nicht gefährlich. Da ist der Koran gefährlicher, meine Lieben, als Corona.
Meinung und Religionskritik
Dass die Behörde jetzt neuerlich ermittelt, nährt den Verdacht der Polit-Justiz. Rückendeckung bekommt Hofer von ungewohnter Seite. Falter-Chefredakteur Florian Klenk meinte auf Facebook, Hofers Satz sei keine Verhetzung, sondern eine Meinung und Religionskritik. Das müsse erlaubt sein. Man solle Hofer weder ausliefern noch deshalb ein Verfahren führen. Eine Verhetzung wäre, so Klenk, wenn er gesagt hätte, Muslime seien gefährlicher als Corona.Â


