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9. Juli 2010 / 14:47 Uhr

Gold verkauft: Südosteuropa geht die Luft aus

Nach einem langen Aufwärtstrend ist der Goldpreis wieder leicht gesunken. Auf den ersten Blick ein positives Signal. Die Anleger scheinen wieder in Währungen oder Aktien zu investieren, was darauf hindeutet, dass sie wieder Vertrauen in die Wirtschaft haben. Die für das Wirtschaftstreiben nachteilige Flucht in Edelmetalle wäre nach gut zwei Jahren zu Ende. Im Fall des jüngsten Rückganges des Goldpreises jedoch etwas anderes, wenig erfreuliches dahinter.

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BildBanken haben nämlich laut dem aktuellen Jahresbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich im ersten Quartal des Jahres 346 Tonnen Gold bei dieser hinterlegt, bzw. verpfändet. Im Gegenzug erhielten sie Liquidität im Wert von ca. 13 Milliarden US-Dollar oder 10,2 Milliarden Euro.

Diese Transaktionen sind zunächst Verkäufe und drücken daher den Goldpreis, allerdings mit der Vereinbarung, das Gold später zurückzukaufen. Zur Besorgnis vieler Ökonomen dürften die Transaktionen nicht von Geschäftsbanken, sondern von Notenbanken aus Südosteuropa getätigt worden sein. Dies würde bedeuten, dass die betroffenen Volkswirtschaften relativ illiquid sind und sich auf dem Geldmarkt auch keine Finanzmittel mehr beschaffen können. Kurz gesagt, wird das letzte Tafelsilber verpfändet, um den drohenden Staatsbankrott hinauszuschieben.


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