Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Während sich mittlerweile die halbe europäische Medienlandschaft über das nächste politische Debakel in Österreich – das verschobene Datum der Wahlwiederholung – lustig macht, tauchte ein interessanter Beitrag aus der Schweiz auf. Dort hätte man dem Land der Berge den nächsten Aufruhr gerne erspart.
Innenministerium erklärt bisherige Lieferanten für überfordert
Mit der Begründung, dass die defekten Klebestreifen an den Kuverts bis zur Wahl am 2. Oktober nicht ausgetauscht werden könnten, wurde als Neuwahltag der 4. Dezember festgelegt. Die bisherige oberösterreichische Druckerei würde mit den angeforderten Sicherheitsstandards überfordert sein und so eine rechtzeitige Aussendung der Kuverts an die Wählerschaft unmöglich machen.
Schweizer melden sich unerwartet mit prompten Zusagen
Während die wahlwerbenden Parteien FPÖ und Grüne (samt SPÖ und sonstigen Unterstützern) bald zum vierten Mal den Wahlkampfauftakt für ein und dieselbe Wahl erklären, meldete sich – völlig unerwartet – die Schweizer Druckerei Elco. Dort werden von den 300 MitarbeiternTageshöchstmengen von sieben bis acht Millionen Stück Kuverts produziert. Der 53-jährige Chef Hans-Jörg Aerni hätte die geforderten Briefwahlkuverts mitsamt höchsten Standards und Überprüfungen binnen eines Tages nach Österreich liefern können.