Marokko ist eines der Haupttransitländer für illegale Migranten, will aber keine Asyl-Zentren zulassen.

3. Oktober 2018 / 12:01 Uhr

Asyl-Zentren: Auch Marokko lehnt Standorte auf Staatsgebiet ab

Keine Solidarität mit Europa legt Marokko an den Tag, wenn es darum geht, Asyl-Zentren der Europäischen Union auf dessen Staatsgebiet zu errichten. Der marokkanische Außenminister Nasser Bourita sagt ein kategorisches Nein zu solchen Einrichtungen. Marokko würde generell jede Art von Zentren für illegale Migranten ablehnen. Diese Haltung wäre Bestandteil der marokkanischen Migrationspolitik und dessen staatlicher Souveränität.

Bourita nannte die Asyl-Zentren kontraproduktiv und würde auch im Falle von EU-Zahlungen als Gegenleistung nein sagen. Gleichzeitig kritisierte der marokkanische Außenminister die EU, die das Migrationsproblem größer machen würde, als es sei.

Marokko ist Haupttransitland Richtung Norden


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Dass Marokko Haupttransitland für afrikanische Migranten Richtung Norden ist, ignoriert der marokkanische Spitzenpolitiker total. Allein über die Route von Schwarzafrika über Mauretanien und die Westsahara kommen jährlich zehntausende illegale Migranten an die Küsten Marokkos, um dann über die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla oder den direkten Seeweg über das Mittelmeer nach Spanien und dann weiter in andere EU-Staaten zu gelangen.

Migrations- und Sicherheitsexperten schlagen deshalb eine Komplettschließung der Sahara-Routen vor, um afrikanische Migranten erst gar nicht nach Marokko und andere nordafrikanische Küstenstaaten gelangen zu lassen.


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