Für Verwunderung sorgt aktuell, dass die Caritas für die Betreuung von minderjährigen Flüchtlingen derart viel Geld braucht. Medien berichten, dass eine Kostenabrechnung für Dezember 2018 mit 100.000 Euro für lediglich zehn Jugendliche im umstrittenen Flüchtlingsheim St. Gabriel bei Mödling (Niederösterreich) beziffert wird.
Caritas-Kosten sind “indiskutabel”
“Indiskutabel”, stellte der zuständige freiheitliche FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl fest und veranlasste die neuerliche Umsiedlung der abgelehnten Asylwerber, die aufgrund ihrer Minderjährigkeit nicht abgeschoben werden dürfen, in ein preiswerteres Quartier.
“100.000 Euro pro Monat für die Betreuung von zehn Flüchtlingen ist einfach zu viel! Das Experiment der Caritas ist gescheitert, ein Sicherheitskonzept wurde erst gar nicht vorgelegt. Als zuständiger Sicherheitslandesrat muss ich hier die Notbremse ziehen”, lässt er aktuell über Facebook ausrichten.
Selbst teures Krisenzentrum ist günstiger
Und in der Tat scheinen die Kosten wirklich überzogen, wenn man ähnliche Zahlen von anderen Einrichtungen kennt. Müssen etwa Kinder in Wien aufgrund von häuslicher Gewalt oder Vernachlässigung der Eltern in einem Krisenzentrum untergebracht werden, erhalten die unterhaltspflichtigen Personen (zumeist die Eltern) eine Benachrichtigung, wie teuer die Kosten sind. Pro Tag entstehen Kosten von 80 Euro pro Kind, die durch die öffentliche Hand abgedeckt werden. Die Eltern müssen gemäß ihrer wirtschaftlichen Leistung einen Teil (oder alles, wenn sie gut verdienen) abdecken.
Caritas in Erklärungsnotstand
Wären die Kinder von St. Gabriel in einem Krisenzentrum der Stadt Wien untergebracht, würden bei zehn Personen Kosten von maximal 25.000 Euro im Monat entstehen. Warum die Caritas das Vierfache braucht, sollte Klaus Schwertner, das Aushängeschild der Caritas, der immer wieder mit maßlosen Übertreibungen glänzt, erklären. Oder liegt es vielleicht daran, dass die öffentliche Hand einfach besser weiß, wie man wirtschaftet als eine NGO?