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Die Monsanto-Übernahme wird für den deutschen Chemie-Konzern Bayer zum Dauerproblem.

12. Mai 2019 / 10:43 Uhr

Monsanto: Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Datenmissbrauchs

Gegen den Agrarkonzern Monsanto wird von der Pariser Staatsanwaltschaft aktuell wegen Datenmissbrauchs ermittelt. So soll eine Lobbyistenfirma für Monsanto eine Liste von Personen des öffentlichen Lebens, das sind Politiker, Wissenschaftler und Journalisten, geführt haben, die Einfluss auf Entscheidungen hätten. Die Liste enthält Privatadressen und Telephonnummern der angeführten Entscheider. Erstellt worden sein soll diese Liste bereits im Jahre 2016 im Zusammenhang mit der Verlängerung der behördlichen Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat.

Prominenteste Protagonistin in dieser Personenliste ist die ehemalige sozialistische Umweltministerin Segolene Royal, Ex-Lebensgefährtin des ehemaligen französischen Staatspräsidenten François Hollande.

Monsanto-Eigentümer Bayer fordert Aufklärung

Der nunmehrige Monsanto-Eigentümer Bayer fordert Aufklärung der datenschutzrechtlich sensiblen Vorgänge und betont den hohen Wert des Datenschutzes. Für den deutschen Mutterkonzern stellt die Übernahme von Monsanto im Sommer 2018 ein wachsendes Problem dar. Bayer hat seitdem gut 38 Milliarden Euro an Firmenwert an der Börse verloren.

Und auch rechtlich stehen die Zeichen auf Alarmstufe Rot. So ist Monsanto mit rund 13.400 Klagen wegen einer mutmaßlich krebserregenden Wirkung von Glyphosat vor US-Gerichten bedroht.

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