„Wo ist Sepp?“ – diese Frage hörte man in der jüngsten Vergangenheit des Öfteren. Gemeint ist Neos-Staatssekretär Josef Schellhorn, der den Job hat, Bürokratie abzubauen und dadurch Geld zu sparen. Eigene Ideen? Offenbar Fehlanzeige! Denn Schellhorn bittet nun die Bürger um Mithilfe.
Aufruf verwundert
Auf der Webseite des Außenministeriums, wo der Neos-Mann sein Büro hat, heißt es wortwörtlich:
Helfen Sie mit, die öffentliche Verwaltung einfacher, verständlicher und bürgernäher zu gestalten!
Dieser Aufruf verwundert insofern, als Schellhorn seine Deregulierungsstelle erst vor kurzem von sieben auf insgesamt 15 Mitarbeiter aufgestockt hat. Gesucht wurden sechs Akademiker und zwei Personen mit Matura-Abschluss, die identifizieren sollten, „wo und wie man sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene das Leben der Bürger sowie Unternehmen vereinfachen kann“. Unzensuriert berichtete.
Warten auf Maßnahmen
Die neuen Mitarbeiter haben zwar Mehrkosten für den Steuerzahler verursacht, von Maßnahmen zur Vereinfachung der Verwaltung hörte man bis dato aber noch nichts. Nun also sollen die Österreicher Ideen einbringen, um Reformen endlich anzupacken.
Schellhorn könnte bei sich selbst sparen
Unzensuriert prescht mit Vorschlägen vor, wie der Neos-Staatssekretär Steuergeld sofort sparen könnte:
•„Achter-Sepp“ Schellhorn, der seinen Audi A6 gegen einen Audi A8 tauschte und deshalb diesen Spitznamen ausfasste, soll auf seine Luxuslimousine als Dienstwagen verzichten und damit selbst einen Beitrag zur Budget-Konsolidierung leisten.
• Schellhorn könnte zudem seine Dienstreisen einschränken: Wie berichtet, hat der Staatssekretär innerhalb von rund 119 Tagen insgesamt 127 Dienstreisen absolviert, wie er in einer Anfragebeantwortung selbst mitgeteilt hat. Darunter 117 Fahrten mit dem Dienstwagen, neun Flugreisen und eine Bahnfahrt.
• Schellhorn könnte sich dafür einsetzen, dass in Zeiten wie diesen, wo es den eigenen Leuten finanziell nicht gut geht, nicht mehr so viele Millionen Euro in aller Welt verteilt und Milliarden an NGO-Förderungen hinterfragt und gegebenenfalls gestoppt werden.
