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Senator Lindsey Graham mit Wolodymyr Selenskyj in Kiew.

11. Juni 2024 / 14:08 Uhr

US-Senator verrät, worum es den USA in der Ukraine wirklich geht

„In der Ukraine werden unsere Werte und die Demokratie verteidigt“. „Putin will zuerst die Ukraine unterwerfen und dann in Europa einmarschieren“. „Deshalb darf die Ukraine nicht den Krieg verlieren und wir müssen daher Milliarden für Waffen und sonstige Hilfszahlungen leisten“. Das ist das Mantra, das die Bevölkerung in der EU zu hören bekommt und das wir glauben sollen.

Orbán: Es geht ums Geld

In einem Interview mit Hir TV sagte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán am letzten Samstag, dass die USA und ihre Verbündeten in der Ukraine eine potenziell riesige Einnahmequelle sehen, die sie im Falle eines Sieges über Russland kontrollieren könnten. Zudem sei der Konflikt ein großer Gewinn für westliche “Waffenlieferanten, Gläubiger und Spekulanten” und auch der Grund, warum er sich bisher so lange hinzog.

Eine „Verschwörungstheorie“? Wo es dem „Westen“ in der Ukraine doch ausschließlich um humanitäre Werte und dem Schutz vor Wladimir Putin geht.

US-Senator: Es geht um Trillionen Dollar

Dass Orbán mit seinen Aussagen ins Schwarze getroffen hat, bekam nur einen Tag später, am 9. Juni, seine Bestätigung durch den republikanischen US-Senator Lindsey Graham. In einem Interview mit dem Fernsehsender CBS erklärte er völlig offen, dass die Unterstützung der Ukraine für die USA eine Investition in die Zukunft sei. Washington könne es sich “nicht leisten”, einen russischen Sieg im Ukraine-Konflikt zuzulassen, so der Senator. Denn dann würde man den direkten Zugang zu riesigen Bodenschätzen verlieren. Er sagte wörtlich:

Sie sitzen auf zehn bis zwölf Trillionen Dollar an wichtigen Rohstoffen in der Ukraine. Sie könnte das reichste Land in ganz Europa sein. Ich will das Geld und die Vermögenswerte nicht Putin und China geben. Wenn wir der Ukraine jetzt helfen, wird sie der beste Geschäftspartner, den wir uns je erträumt haben. Diese zehn bis zwölf Trillionen Dollar an bedeutenden Bodenschätzen könnten von der Ukraine und dem Westen genutzt werden, anstatt sie an Putin und China zu verschenken.

Und weiter:

Dies ist eine sehr große Sache, wie die Ukraine endet. Helfen wir ihnen, einen Krieg zu gewinnen, denn wir können es uns nicht leisten zu verlieren … Sie sitzen auf einer Goldmine. Putin zehn oder zwölf Billionen Dollar wertvoller Rohstoffe zu geben, die er mit China teilen wird, wäre geradezu lächerlich.

Zudem forderte er den Westen auf, die Beschlagnahmung der eingefrorenen russischen Staatsgelder in Höhe von 300 Milliarden Dollar zu beschleunigen, um das Geld der Ukraine zu geben.

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