Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Martin Lampert

In den Schweizer Bergen hütet Martin Lampert jetzt Kühe, nachdem er als Masken-Verweigerer seinen Posten als Lehrer verloren hatte.

6. September 2023 / 11:18 Uhr

Maskentragen verweigert: Lehrer-Rebell zog sich auf Schweizer Alm zurück

Einem Lehrer aus Vorarlberg blieb nur noch die „Flucht“ ins Ausland, nachdem er nach seiner Weigerung, im Unterricht eine Maske zu tragen, entlassen worden war und vor Gerichten den Kürzeren gezogen hatte.

14 Tage nach Unzensuriert-Interview entlassen

Wie berichtet, widersetzte sich HAK-Lehrer Martin Lampert der Anordnung seines Arbeitgebers mutig, beim Unterricht eine Maske zu tragen. Für ihn war das ein Protest für seine Schüler, die sich gegen diese „Folter“ nicht wehren können. Unzensuriert besuchte den Lehrer-Rebell in Feldkirch, Vorarlberg, und sprach mit ihm über Sinn und Unsinn der Corona-Maßnahmen im Schulalltag. 14 Tage nach diesem Interview vom 13. April 2021 wurde der Lehrer-Rebell von der HAK-Feldkirch entlassen. Dazu Lampert:

Auch wenn in meiner Entlassung das Interview mit Ihnen als Grund mit angeführt wurde, oder korrekter Weise zur Sprache gebracht wurde, hat es nichts mit meiner Entlassung meiner Meinung nach zu tun. Der Grund, der nicht erwähnt werden darf, war, dass ich von meinem Demonstrationsrecht Gebrauch gemacht habe und den Direktor auf die möglichen Gefahren des Maske-Tragens hingewiesen habe. Selbstverständlich hätte ich eine Maske getragen, wenn der Direktor oder ein weiterer Vorgesetzter die Verantwortung für einen möglichen Schaden übernommen hätte. Leider hat sich kein Vorgesetzter gefunden, der die Verantwortung persönlich schriftlich übernommen hat.

Lehrer-Rebell hütet nun Kühe

Seine Entlassung habe er bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte und bis zum Verfassungsgerichtshof bekämpft, schrieb Lampert an unzensuriert. Leider ohne Erfolg. Wären die Urteile anders ausgefallen, hätte er sich geirrt, so der Lehrer-Rebell, der die Gerichts-Entlscheidungen als „nebensächlich“ bezeichnet und die Entwicklung der Gesellschaft „spannend“ findet.

Enttäuscht von der Gesellschaft zog Lampert jetzt auf eine Alm in Luzern, Schweiz, wo er sich um Kühe kümmert. So endete die Karriere eines bei den Schülern beliebten und geschätzten Lehrers als Kuh-Hirte. Die jetzt im Nachhinein selbst von den einstigen Masken-Hardlinern kritisierten Maßnahmen in den Schulen machten dieses Schicksal möglich.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

17.

Jun

15:51 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief