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Der “Berufs-Denunziant” und “Antifa-Fotograf” Michael B., der immer wieder gerne um Spenden bettelt, sieht sich mit massiven Vorwürfen aus dem eigenen Lager konfrontiert (Symbolbild).

2. September 2023 / 13:43 Uhr

Missbrauchs-Skandal rund um „Antifa-Fotografen“ Michael B.

Der selbsternannte „Haltungsjournalist“ Michael B. ist kein unbeschriebenes Blatt. Seit Jahren ist der tief in linksextremen Kreisen tätige Fotograf damit beschäftigt, Patrioten und Rechte im ganzen Land öffentlich zu denunzieren, zu verfolgen und ihren Ruf zu zerstören. Doch nun sieht sich der “Antifa-Fotograf” selbst mit massiven Vorwürfen konfrontiert; es geht um sexuellen Missbrauch. Ob bereits Anzeigen erstattet und strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet wurden, ist unklar. In jedem Fall gilt für B. die Unschuldsvermutung.

Antifa-Fotograf im Missbrauchsverdacht

Wie der Heimat-Kurier unter Verweis auf ein Schreiben eines linksradikalen Frauenkollektivs und einigen Aussagen auf X (vormals Twitter) berichtet, gebe es seit über 15 Jahren(!) Vorwürfe und Hinweise darauf, dass B. seine prominente Position innerhalb der linksradikalen Szene ausnutze, um Frauen sexuell zu belästigen und sogar zu missbrauchen. Sogar Minderjährige sollen sich unter den Opfern befinden.

In einem Blogbeitrag warnen linke Frauen andere vor B. Sie behaupten, er habe Frauen mit Alkohol und KO-Tropfen gezielt gefügig gemacht und danach unter Gewaltanwendung missbraucht:

Die Heftigkeit der Fälle sowie die Systematik, mit dem (sic!) er vorgeht und der langen Zeitraum von 15-20 Jahren haben uns zu diesem Schritt bewegt. Wir warnen hiermit ausdrücklich alle Frauen vor B. und insbesondere vor Treffen mit ihm.

Grün-Politikerin teilt Geschichte

In der linksradikalen Szene brodelt es nun nach den Enthüllungen. Selbst Falter-Chef Florian Klenk sieht die Vorwürfe als erheblich an.

Die Betroffenen fordern einen Ausschluss des Antifa-Fotografen von sämtlichen linken Veranstaltungen und Treffen, zumal die Vorwürfe seit Jahren bekannt seien, aber nie an die Öffentlichkeit gelangten. Unzählige linksradikale Initiativen solidarisierten sich auf X mit den anonymen Beitragserstellerinnen, darunter die “Plattform Radikale Linke Wien” und die grüne Wiener Landtagsabgeordnete Viktoria Spielmann.

ORF präsentierte B. aus „Experten“

Besonders brisant sind die Vorwürfe auch in Bezug auf den ORF, der B. vor zwei Jahren noch als „Experten“ in die ZiB1 lud, um ihn als „Szenekenner“ zu angeblich rechtsextremen Chats im Bundesheer und im Verteidigungsministerium zu interviewen.

Gegenüber dem Heimatkurier hat B. bisher keine Stellungnahme abgegeben.

Öffentliche Stellungnahme (ergänzt am 4.9.)

Liebe Leute, bitte gebt mir ein wenig Zeit, um mich zu sammeln und mit dieser Situation umzugehen. Ich weise die gegen mich erhobenen strafrechtlich relevanten Vorwürfe zurück. Das sind Lügen! Etwa die absurde Lüge vom Ausnutzen von Bewusstlosigkeit. Jeder Mensch, der mich länger kennt, weiß ganz genau, wie abstoßend ich seit meiner Jugend den Kontrollverlust von Menschen finde, der etwa mit dem Konsum größerer Mengen Alkohol oder illegalisierter Drogen einhergeht. Es hat etwas mit meiner Familiengeschichte zu tun. In meinem ersten Statement sehen manche die eine oder andere unglückliche Formulierung, das tut mir leid und ich wollte damit niemanden kränken. Ich versuche derzeit, zu funktionieren, es wird auch in den nächsten Tagen nicht alles perfekt sein. Mir ist völlig bewusst, dass ich mich in der Vergangenheit nicht immer adäquat verhalten habe. Etwa in der Frage, in welchen Situationen und Konstellationen es passend ist, als Mann eine Frau anzuflirten, das habe ich oft nicht verstanden. Dabei ging es jedoch niemals um strafrechtlich relevante Dinge! Den Reflexionsprozess über meine Rolle und mein Verhalten als Mann habe ich bereits vor Jahren mit Unterstützung eingeleitet, er kann und wird nie beendet sein. Bei allen Menschen, denen gegenüber ich mich nicht adäquat verhalten haben sollte, entschuldige ich mich an dieser Stelle.

Die Vorwürfe die nun gegen mich erhoben werden, sind jedoch etwas vollkommen anderes. Es geht hier um üble und strafrechtlich relevante Vorwürfe, für die es keine Grundlage gibt. Bitte habt Verständnis, dass ich derzeit keine (sozialen) Medien lese. Ich reflektiere die aktuelle Situation mit der Unterstützung von lieben Freund:innen und meiner langjährigen Partnerin. Ich bedanke mich bei vielen Freund:innen, die mich unterstützen. Was die strafrechtlich relevanten Vorwürfe betrifft, hoffe ich auf eine möglichst schnelle rechtliche Klärung!

Michael Bonvalot

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