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Jährlich strömen rund 200.000 Besucher zum Glastonbury Festival nach Südengland. Ungebetene Gäste weiß man mit hohen Mauern abzuhalten.

2. Juli 2023 / 12:16 Uhr

Gelebte Doppelmoral beim Glastonbury Festival: Offene Grenzen fürs Land, aber nicht bei sich selbst

Es ist eines der großen woken Festivals, das Glastonbury Festival of Contemporary Performing Arts im Südwesten Englands.

Eines der weltweit größten Open-Air-Musikfestivals

An drei Tagen Ende Juni treten seit den 1970er Jahren Musikgruppen aus allen Bereichen der zeitgenössischen populären Musik auf. Zusätzlich gibt es Theateraufführungen, Tanz, Comedy und Zirkus. Das Glastonbury Festival ist eines der weltweit größten Open-Air-Musikfestivals der Gegenwart.

Heuer kamen wieder rund 200.000 Besucher, fast nur Weiße, und jubelten den Bands zu, die „Refugees are welcome here“ ins Mikrofon riefen. Mehr als 100 Bühnen, mehr als 100 Bars und 500 Essensstände erwarteten die Festivalbesucher gegen gutes Eintrittsgeld und Konsumation.

Keine Mauern…

2017 hielt unter tosendem Applaus Jeremy Bernard Corbyn, der frühere Parteichef der linken Labourpartei und Gewerkschaftsfunktionär, eine Rede auf dem Festival. Er wurde „wie ein Rockstar“ gefeiert, berichtete der Spiegel. „Der britische Politiker sprach von Gerechtigkeit, beschwor eine „andere Welt“ und sandte eine Message an US-Präsident Donald Trump: Baue Brücken, keine Mauern!“

…außer zum eigenen Schutz

Selbst will man aber davon nichts wissen. Denn das mehr als 2,4 Kilometer lange Gelände wurde heuer mit einem „Superzaun“ von acht Kilometer Länge umzäunt. Der Sicherheitszaun war mehr als vier Meter hoch und verfügte über „einzigartige Merkmale, darunter eine angehängte externe Straße, um das Graben von Tunneln zu verhindern“, wie die Unterhaltungsplattform Somerset Live zu berichten weiß.

Außerdem wurden Überhänge geschaffen mit einem Neigungswinkel von 45 Grad, damit niemand den Zaun überklettern kann. Der Zaun selbst hatte „keinerlei Schrauben und Muttern, um ein Manipulieren des Zauns zu verhindern“. Damit wollte man das Eindringen von illegalen Festivalbesuchern verhindern.

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