Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Andreas Rabl

Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) will die Mieter nicht im Stich lassen und schnürte deshalb ein herzeigbares Hilfspaket.

29. März 2023 / 08:04 Uhr

Blauer Bürgermeister in Wels hilft Bürgern mit Mietpreisbremse und Mietzuschuss

Was die schwarz-grüne Regierung und SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig in Wien nicht zusammengebracht haben, setzt FPÖ-Bürgermeister Andreas Rabl nun in Wels, Oberösterreich, um: Eine Mietpreisbremse.

Ab 1. April steigt Richtwertmiete um 8,6 Prozent

Die Stadt Wels ist derzeit Eigentümerin von 104 Wohnungen, ein Teil dieser Wohnungen ist nach dem Richtwertmietzins wertgesichert. Den Mietern dieser Wohnungen droht daher ab Samstag, 1. April, wie vielen anderen in Österreich auch, eine Mietpreiserhöhung um 8,6 Prozent. Und das ausgerechnet in einer Phase, in der die Menschen durch Inflation und horrenden Energiepreisen ohnehin nicht mehr wissen, wie sie das alles bezahlen sollen.

Rabl: “Wir haben als Stadt eine soziale Verpflichtung”

Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl will da nicht tatenlos zuschauen. In einer Aussendung sagte er:

Viele Welserinnen und Welser laufen Gefahr, wegen der stark steigenden Mieten ihr Dach über dem Kopf zu verlieren. Wir haben als Stadt auch eine soziale Verpflichtung und lassen deshalb niemanden im Stich. Wir wollen daher rasch und unbürokratisch helfen.

Geplant sei nunmehr, so Rabl, bei jenen Wohnungen, die der Richtwertmiete unterliegen, die Miete nur um 3,0 Prozent zu erhöhen. Gerade in den stadteigenen Wohnungen wären die Einkommen der Mieter meist sehr niedrig, weshalb eine Reduzierung auf lediglich 3,0 Prozent eine deutliche Entlastung bedeutet.

Hilfspaket enthält auch 200-Euro-Einmalzahlung

Weil auch bei Wohnungen, die nicht an den Richtwertzins gebunden sind, die Mietpreise steigen, will Rabl auch diesem Personenkreis helfen. Diese sollen einen einmaligen Mietzuschuss in Höhe von pauschal 200 Euro erhalten.

Grüne Kritik an 10-Jahres-Klausel

Da das Hilfspaket Drittstaatsangehörige, die nicht zehn Jahre in Wels leben, ausschließt, gibt es Kritik vonseiten der Grünen. Darauf reagierte Rabl auf MeinBezirk.at gelassen:

Wir haben unsere politische Arbeit für die Bevölkerung geleistet und einen Vorschlag formuliert. Es steht jeder Partei, die im Gemeinderat vertreten ist, zu, dasselbe zu tun – die Kritiker sollen selbst in die Gänge kommen und Lösungen präsentieren, denn für politische Wehleidigkeit ist hier kein Platz.

Unterstützen Sie unsere kritische, unzensurierte Berichterstattung mit einer Spende. Per paypal (Kreditkarte) oder mit einer Überweisung auf AT58 1420 0200 1086 3865 (BIC: BAWAATWW), ltd. Unzensuriert

Teile diesen Artikel

    Diskussion zum Artikel auf unserem Telegram-Kanal:

Politik aktuell

25.

Mai

15:02 Uhr

Wir infomieren

Unzensuriert Infobrief


Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen