Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Die steirischen Freiheitlichen wenden sich mit Worten der ehemaligen SPÖ-Grande Bruno Kreisky an verdrossene Genossen.

28. März 2023 / 15:44 Uhr

Steirer-FP auf den Spuren Kreiskys: Einladung an alle SPÖ-Wähler

Streit und Chaos prägten das Bild der SPÖ in den vergangenen Tagen und Wochen. Nach den offenen Anwürfen gegen die Parteispitze aus den eigenen Reihen versuchte man zuletzt die unerwartet hohe Zahl an Bewerbern für das Amt des Bundesparteivorsitzenden in den Griff zu bekommen. Von politischen Inhalten, der Förderung des sozialen Ausgleichs in diesem Land oder gar der Lösung der großen Herausforderungen unserer Zeit ist die SPÖ auf allen Ebenen derzeit meilenweit entfernt.

Angebot in Kreisky-Manier

Die steirischen Freiheitlichen nehmen das Hick-Hack der SPÖ nunmehr zum Anlass, all jenen ein Angebot zu unterbreiten, die mit der sozialistischen Führung unzufrieden sind. Dafür wählt Landesparteisekretär Stefan Hermann just die Worte, die einst Bruno Kreisky entscheidend geprägt hat:

Frei nach dem ehemaligen Bundeskanzler Bruno Kreisky lade ich alle ehemaligen SPÖ-Anhänger, Sympathisanten und Wähler ein, ein Stück des Weges mit uns zu gehen.

„Es braucht Lösungen statt ständigem Gezanke“

Ansprechen möchte man damit besonders jene Gesellschaftsgruppen, die sich Lösungen anstatt andauernder Diskussionen und dem SPÖ-internen Gerangel um Spitzenpositionen erwarten. Dass der Vorstoß gerade aus der Steiermark kommt, dürfte kein Zufall sein. Schließlich gilt der obersteirische SPÖ-Funktionär Max Lercher als Grande innerhalb der Partei und zugleich scharfer Kritiker der eigenen Reihen. Hermann formuliert das Angebot an verdrossene SPÖ-Wähler so:

„Gerade Arbeiter, Pensionisten oder Geringverdiener haben kein Verständnis für das derzeitige Hick-Hack und den roten Selbstzerstörungsprozess, sie wollen vielmehr Lösungen für die explodierenden Lebenserhaltungskosten oder das unter Druck geratene Gesundheitswesen. Die roten Funktionärseliten sind jedoch ausschließlich mit sich selbst beschäftigt und das wird wohl auch noch länger so bleiben. Die Menschen wollen aber eine vernunftorientierte, soziale Politik, die sich an den echten Problemen der Bürger orientiert und Lösungskonzepte vorlegt.“

Ob das Kalkül der Freiheitlichen aufgeht, bleibt abzuwarten. Es scheint jedoch wahrscheinlich, dass neben den Jubelmeldungen der SPÖ über tausende neue Parteieintritte innerhalb weniger Tage auch Abwanderungen von langjährigen Parteigängern zu erwarten sind.

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