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Martina Salomon, Kurier

Kurier-Chefredakteurin Martina Salomon (im Bild bei einer Moderation) zeigte – symbolisch gemeint – mit ihrem Finger auf die Kronen-Zeitung-Redaktion.

16. März 2023 / 19:49 Uhr

„Wer freiwillig Krone liest, dem ist eh nicht zu helfen“: Krieg der Worte in der Medieaprint-Familie

Die Kronen Zeitung beendet „mit sofortiger Wirkung“ die Kooperation beim gemeinsam mit Kurier und profil veranstalteten TV-Talk „Club 3“ auf krone.at. Grund ist ein Facebook-Posting der Kurier-Chefredakteurin.

Laut APA soll Kurier-Chefredateurin Martina Salomon folgenden Satz auf ihrer Facebook-Seite gepostet haben:

Wer freiwillig “Krone” liest, dem ist eh nicht zu helfen.

Posting wurde offensichtlich wieder gelöscht

Das Posting ist heute, Donnerstag, nicht mehr abrufbar. Es soll weiter zum Inhalt gehab haben, dass die Zeitung zwar lesenswerte Autorinnen habe, sie sei aber „Kraut und Rüben“ und trage „Mitschuld an der Technik- und Wissenschaftsfeindlichkeit im Land“.

Betroffenheit und Empörung in der Krone-Redaktion

Das Posting von Salomon habe in der Redaktion der Kronen Zeitung „Betroffenheit und Empörung“ hervorgerufen, hielt Krone-Chefredakteur Klaus Herrmann auf APA-Anfrage fest. Der Betriebs- und Redaktionsrat habe schärfstens protestiert und diese Aussagen in Form und Inhalt zurückgewiesen.

Zusammenarbeit beendet

Auch sei er an die Chefredaktion mit der Bitte herangetreten, die Kooperation beim „Club 3“ zu beenden. „Dieser Bitte bin ich aus Überzeugung gefolgt, wir beenden daher mit sofortiger Wirkung die Kooperation beim TV-Format ‚Club 3‘“, so Herrmann. Salomon reagierte auf eine APA-Anfrage bisher nicht.

Streit im eigenen Haus

Detail am Rande: Beide Zeitungen, sowohl der Kurier als auch die Kronen Zeitung, gehören zur Mediaprint-Gruppe. Der Streit über das Niveau der Krone-Redaktion wird demnach in der eigenen „Familie“ ausgetragen – und könnte weiter eskalieren.

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