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Corona Demo Wien

Wer den Bericht der Bundesstelle für Sektenfragen liest, muss den Eindruck gewinnen, als wären die Corona-Demonstranten allesamt Staatsverweigerer und Verschwörungstheoretiker.

1. Dezember 2022 / 10:50 Uhr

„Im Netz der Mythen“: Impfkritiker im Sektenbericht der Regierung denunziert

Was haben Impfgegner und Kritiker der verfehlten Corona-Politik der schwarz-grünen Regierung in einem offiziellen Sektenbericht zu suchen? Wie schon 2020 werden sie auch heuer als Sekte beobachtet.

Rechtsextremisten und Staatsverweigerer

Der Ministerrat hat gestern, Mittwoch, den Bericht der Bundesstelle für Sektenfragen beschlossen. In Punkt 9 werden die Covid-Maßnahmengegner unter dem Begriff „Im Netz der Mythen“ als Verschwörungstheoretiker, Rechtextremisten, Antisemiten und Staatsverweigerer denunziert.

Mutwillig vermutete Spaltung der Gesellschaft

Allen Ernstes wird in diesem Bericht die Spaltung der Gesellschaft als Mythos dargestellt. Wörtlich heißt es:

Maßnahmenkritiker inszenieren in ihren Narrativen oftmals eine mutwillige vermutete Spaltung der Bevölkerung durch Politik und Eliten, die quer durch die Gesellschaft ginge.

Eine Spaltung der Gesellschaft steht wohl außer Frage. Selbst innerhalb von Familien verursachten „Lockdowns“ und die Ausgrenzung von Ungeimpften gewaltige Risse.

Mehrheit glaubt an ein Leben nach dem Tod

Auf Seite 107 des Sektenberichts wird eine Umfrage präsentiert, die wohl suggerieren soll, dass Maßnahmenkritiker im religiösen-esoterischen Spektrum zu finden sind. Da heißt es nämlich, dass 60 Prozent der Unterstützer der Demonstrationen an ein Leben nach dem Tod glauben würden („eher ja“ / „ja“). Bei den Befragten, die die Demonstrationen ablehnten, läge dieser Anteil nur bei 40 Prozent.

„Größte Bedrohung für die Sicherheit“

Nicht fehlen darf natürlich auch die Aussage des Leiters der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Omar Haijawi-Pirchner, in einer Tageszeitung vom 13. Dezember 2021. Seiner Einschätzung nach sei die „Szene der Corona-Leugner“ die derzeit „größte Bedrohung für die Sicherheit“, und er verwies in diesem Zusammenhang auf die „Corona-Maßnahmen-Gegner und die Gefahren fortschreitender, radikaler Ausprägung in diesem Bereich“.

Staatsschutz-Direktor im ÖVP-Wahlkampf

Haijawi-Pirchner gab seine Einschätzung also ganz nach den Erzählungen der schwarz-grünen Bundesregierung ab. Nicht erwähnt wurde allerdings seine Nähe zur ÖVP, die ihm FPÖ-Nationalratsabgeordneter Christian Hafenecker anhand eines Videos nachweisen konnte. Wie berichtet, tauchte auch ein Foto auf, das den Staatsschutz-Direktor 2020 im ÖVP-Wahlkampf an der Seite von ÖVP-Familienministerin Susanne Raab zeigt.

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