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Werner Kogler

Grünen-Chef Werner Kogler beschimpfte demonstrierende Impfgegner als „Neonazis“, den Begriff  „Klimaterroristen“ für die Kunstwerke-Zerstörer findet er aber unangebracht.

19. November 2022 / 08:06 Uhr

Unfassbar: Vizekanzler Kogler ruft im Parlament zu Zerstörungsaktionen auf

„Wehe, des erlaubert sich a Blauer!“ heißt der Titel eines Liedes, den ein steirischer Musiker aufgenommen hat. Wie wahr! Denn jetzt hat sich der Grünen-Chef etwas Unfassbares erlaubt.

„Motivlage soll sich auf ein anderes Ziel konzentrieren“

Vizekanzler und Grünen-Chef Werner Kogler rief gestern, Freitag, im Parlament tatsächlich zu Zerstörungsaktionen auf. In der Debatte, bei der es um Klima-Aktivisten ging, die Kunstwerke beschädigen, sagte er wörtlich:

Und jetzt komme ich dazu, dass ich es eh falsch finde. Ich finde es falsch, dass Kunstwerke attackiert werden, weil damit etwas anderes, ein anderes Symbol verbunden ist. Ich würde es aber richtig finden, wenn sich die gleiche Motivlage auf ein anderes Ziel konzentrieren würde, eben um diese Motive stärker klarzumachen.

Kogler wehrt sich gegen den Begriff „Klima-Terroristen“

Welche „Ziele“ seiner Meinung nach zerstört gehörten, sagte er nicht. Man darf sich gar nicht vorstellen, was los gewesen wäre, hätte ein FPÖ-Vizekanzler zu einer Zerstörungsaktion aufgerufen.

Interesant auch, dass sich Kogler in seiner Wortmeldung zu den Aktionen von Klima-Aktivisten auf Kunstwerke gegen den Begriff „Klima-Terroristen“ wehrte. Bei seinen Aussagen zu den Bürgern, die massenhaft, friedlich und ohne Sachbeschädigungen gegen die Impfpflicht protestierten, war er weniger zimperlich. Am 9. Dezember 2021 beschimpfte Kogler die Demonstranten als Staatsverweigerer, Demokratiefeinde, Neonazis und Neofaschisten. Unzensuriert berichtete.

Jetzt, bei den lebensgefährlichen Verkehrsblockaden, Drohungen und Sachbeschädigungen, die sogenannte Klima-Aktivisten anrichten, findet Kogler die Bezeichnung „Klima-Terroristen“ unangebracht.

Freiheitliche fordern Aufnahme in den Verfassungschutzbericht

Die Freiheitlichen verstehen diesbezüglich jedenfalls keinen Spaß. Sie haben im Parlament einen Antrag eingebracht, wonach der Innenminister aufgefordert wird, „Klima-Terrorismus und -extremismus als eigenes Kapitel in den Verfassungsschutzbericht aufzunehmen“.

Hier finden Sie den Entschließungsantrag der FPÖ-Abgeordneten Christian Hafenecker und Hannes Amesbauer im Original-Wortlaut.

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