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Viele metallverarbeitende Betriebe können die hohen Energiekosten bald nicht mehr tragen. Dann stehen die Arbeitnehmer auf der Straße.

23. Oktober 2022 / 08:32 Uhr

Tarifverhandlungen in Zeiten der Krise: Jeder sechste Betrieb fürchtet um Existenz

Die Gewitterwolken brauen sich zusammen, denn die Deindustrialisierung Deutschlands schreitet voran.

Preissteigerungen können kaum weitergereicht werden

In der volkswirtschaftlich so wichtigen Metall- und Elektrobranche sieht sich bereits jedes sechste Unternehmen in seiner Existenz bedroht.

Zwei von drei Unternehmen können nach eigenen Angaben die hohen Preissteigerungen bei Energie und Vorleistungen nicht oder nicht kostendeckend an den Kunden weiterreichen. Das bedeutet, dass die Unternehmen von der Substanz leben müssen – kein Zeichen von gesundem Wirtschaften.

Stornierungen und Auftragsverschiebungen

Und Probleme kommen auch noch von einer zweiten Seite: Jeder zweite Betrieb musste in letzter Zeit Stornierungen und Auftragsverschiebungen hinnehmen, jedes dritte Unternehmen rechnet mit weiteren Stornierungen in den nächsten Monaten.

Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn

Dies ergab eine Umfrage im Auftrag des Arbeitgeberverbands „Gesamtmetall“, an der rund ein Viertel der Branche teilgenommen hat. Die Ergebnisse bringt die Arbeitgeberseite bei den Tarifverhandlungen ein, wo die Gewerkschaft eine Lohnerhöhung von acht Prozent für die rund 3,8 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie fordert.

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