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Boris Johnson wirft als Parteivorsitzender der britischen Konservativen und als Premierminister das Handtuch

7. Juli 2022 / 14:05 Uhr

Britischer Premierminister Boris Johnson tritt zurück

Es ist die Polit-Bombe des Tages. Der schwer angeschlagene britische Premierminister Boris Johnson erklärte heute Donnerstag in einer Rede an die Nation seinen Rücktritt. Die Rede hielt er vor seinem Amtssitz in Downingstreet Nr.10 in London. Vorerst tritt er nur als Parteivorsitzender zurück, will aber als Premier noch bis Oktober im Amt bleiben, was in seiner Partei auf keine große Begeisterung stößt.
Als Erste hatte Johnson heute Queen Elisabeth von seinem Schritt informiert.
Kein Rückhalt mehr in der Partei
Seiner Demission waren turbulente Tage vorangegangen, die am gestrigen Mittwoch mit einer noch nie dagewesenen Rücktrittswelle von Ministern und hochrangigen Politikern seiner Partei ihren Höhepunkt fand. Als es heute Vormittag weitere Rücktritte gab, schien ihm die Aussichtlosigkeit seiner Lage bewusst geworden zu sein. Der Druck war zu groß geworden, der Rückhalt in der Partei auf Null gesunken.
Zahlreiche Skandale und Fehlverhalten
Seine Amtszeit war von einer Reihe von Skandalen geprägt. So soll er etwa während eines Corona Lockdowns Partys gefeiert haben. Doch letztendlich gestolpert ist Johnson über die Beförderung des Abgeordneten Chris Pincher in ein wichtiges Fraktionsamt. Dies, obwohl Johnson wusste, dass dem Abgeordneten sexuelle Belästigung zweier Männer vorgeworfen wurde. Auf Nachfrage dementierte Johnson etwas davon gewusst zu haben, wurde dann aber der Lüge überführt.

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