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Meldungen, wonach Sportler nach der Corona-Impfung „plötzlich und unerwartet“ zusammenbrechen und gar versterben, beunruhigen die Österreicher. Nicht aber das Gesundheitsministerium.

15. August 2022 / 18:16 Uhr

Allianz zwischen FPÖ und Grünen: Doch Johannes Rauch speist die Österreicher ab

Corona hat, wie schon mehrfach berichtet, nicht nur schlechte Seiten gehabt. So konnten durchaus ideologische Gräben verflacht werden, wie etwa bei einer Allianz aus Grünen und Freiheitlichen.
Rebellen um ehemalige grüne Bundessprecherin
Denn es gab bei den Grünen Personen, die der Corona-Politik ihrer Regierungsfraktion kritisch gegenüberstanden. „Spinn‘ ich? Oder was ist los mit der Politik?“, fragte Madeleine Petrovic, ehemalige Bundessprecherin der Grünen, erst im Februar bei einer Pressekonferenz.
Für Petrovic war „die Zeit der Impfungen und der Zwangsmaßnahmen vorbei“. Sie hielt die Impfpflicht für verfassungswidrig und kündigte an, alle Register dagegen ziehen zu wollen, einschließlich den „Weg zu Gerichten, auch zu europäischen Instanzen“ gehen zu wollen.
Offener Brief blieb unbeantwortet
Gemeinsam mit Gesinnungsfreunden bildete sie eine Initiative gegen Impfpflicht und „2G“, die von ihrer eigenen Partei allerdings nicht unterstützt wurde. Im Gegenteil. So schnell konnte sie gar nicht schauen, war die Alt-Linke mit der Punze „Verschwörungstheoretikerin“ versehen.
Die Initiative verfasste jedenfalls einen offenen Brief mit 84 Fragen an die „GECKO“-Kommission und Sektionschefin Katharina Reich, doch eine Antwort erhielt man nicht. Zum Glück sind die Freiheitlichen der Sache verpflichtet und haben keine Scheu, auch mit weltanschaulich Anderen zusammenzuarbeiten. Deshalb brachten die Freiheitlichen diese Fragen in Form einer parlamentarischen Anfrage ein – und die muss beantwortet werden. So geschehen vor vier Tagen.
Keine Mühe für Beantwortung gemacht
Doch die Beantwortung der Fragen ist dürftig. Neben definitiv falschen Antworten, etwa was die Ausscheidung von Corona-Impfstoffen betrifft, bleiben viele den Sachverhalt schuldig und im gängigen Narrativ. So fragen die Grünen via die Freiheitlichen:

Halten Sie die Werbung für COVID-19-„Impfungen“ mit Kindern bzw. die Impfwerbung vor Supermärkten als angebracht und auch als ethisch vertretbar? Wie werden Marketing und jegliche Werbungen finanziert? Erfolgt dies über Abgaben bzw. Steuergelder, Sponsoren oder andere finanzielle Mittel?

Die Antwort könnte nicht sinnfreier ausfallen, geht gar nicht auf das eigentliche Thema, die Kinder-Impfung, ein:

Die COVID-19-Schutzimpfung ist nachweislich die wirkungsvollste Maßnahme zur Reduktion von schweren Erkrankungen, Hospitalisierungen und Todesfällen. Somit werden Informationen über den Nutzen von COVID-19-Schutzimpfungen nicht nur als ethisch vertretbar, sondern auch als dringend notwendig angesehen.

Nicht am Letztstand
Das ist schon ein starkes Stück, zumal die dänische Gesundheitsbehörde im Juni die Impf-Empfehlung für Kinder wieder zurückgenommen hat. Auf die Frage im dänischen Fernsehen, ob es ein Fehler gewesen sei, Kinder mit den Corona-Präparaten zu impfen, hieß es vor mehr als zwei Monaten:

Nach heutigem Kenntnisstand: ja.

Denn es ist mittlerweile klar, dass die Impfstoffe nicht vor einer Ansteckung schützen, sondern bloß schwere Verläufe verhindern helfen, die wiederum bei Kindern gar nicht relevant seien.
Abschasseln als Prinzip
Oder die Frage, die sich schon viele stellten: Es häufen sich „plötzliche und unerwartete“ Todesfälle, insbesondere bei Sportlern. Auf die Frage, was das Gesundheitsministerium davon wisse und zu sagen habe, hält sich Johannes Rauch (Grüne) nicht lange auf und antwortet sinngemäß, mein Name ist Hase, ich weiß von nichts:

Da bei eingehenden Nebenwirkungsmeldungen keine diesbezüglichen Informationen vorliegen, kann diese Frage nicht beantwortet werden.

Wir reden hier von ungeklärten, aber sich mehrenden gravierenden Gesundheitsproblemen, viele mit Todesfolge! Und unser hochdotiertes Gesundheitsministerium kümmert sich nicht darum!?
Keine Begründung für Impfpflicht
Aber auch zu einer Antwort auf die Fragen zur Begründung der Impfpflicht ist man nicht bereit. Die Impfpflicht sei eh abgeschafft. Und aus.
Es ist schon skandalös, wie hier mit berechtigten Fragen aus der Bevölkerung umgegangen wird. Da beschließt die schwarz-grüne Regierung den Eingriff in die körperliche Unversehrtheit der Bürger, und auf die Frage, wie dieser massive Eingriff in die Selbstbestimmung gerechtfertigt wird, zeigt man dem Bürger die lange Nase. Gibt´s nicht mehr, reg‘ Dich nicht auf, ist also egal.
Keine Interessenskonflikte?
Oder auch das Abschasseln bei der Frage nach der „De-facto-Werbesendung für die (besonders umstrittene) Kinderimpfung durch eine (nicht als solche ausgewiesene) Pfizer-Lobbyistin“ im ORF. Die Antwort:

Die Verbreitung von Informationen über Impfungen im Allgemeinen stellt grundsätzlich keine Werbung für ein Arzneimittel gemäß AMG dar.

Tatsächlich? So ist laut einer Analyse von News der Großteil des „Nationalen Impfgremiums“ im Sold der Pharmaindustrie, nämlich acht Personen.
Alles eins: Regierung, Wirtschaft, Gerichte, Exekutive
Herwig Kollaritsch, Mitglied der „GECKO“, erklärte sich „frei von Interessenkonflikten“ und gleichzeitig, dass er sich die ehrenamtliche Tätigkeit als Mitglied des Beraterstabes des Gesundheitsministeriums nur leisten könne, weil er Vortragshonorare von Valneva, Ärztekammer, Apothekerkammer, Medicaldialogue, Teamworx, Grünes Kreuz, Novartis und Roche erhalte. Doch Rauch sieht darin „grundsätzlich keine Werbung“.
Es fehlt in Österreich zunehmend die Gewaltentrennung: Regierung, Konzern-Interessen in der Wirtschaft, Exekutive, Gerichte, Ministerien – alles eins. Wie einst in der DDR.

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