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Die Japanisch-Chinesischen-Kriege waren der Anfang vom Abstieg Chinas als dominierende Vormacht.

15. Juli 2022 / 16:45 Uhr

Chinesen feiern die Ermordung von Japans Ex-Staatschef Abe

Shinzo Abes (†67) überraschender und ebenso gewaltsamer Tod hat überall auf der Welt tiefe Trauer ausgelöst – nur nicht in China. In weiten Kreisen der Bevölkerung wurde der Tod des ehemaligen japanischen Regierungschefs geradezu euphorisch gefeiert.
Chinesen veranstalten Freudenfeste
Breite Teile der chinesischen Bevölkerung scheint der Tod des ehemaligen japanischen Premiers nicht zu kümmern: Wie die regimekritische South China Morning Post berichtet, wurde die Ermordung des Japaners in nationalistischen Kreisen mit großer Freude aufgenommen. Weiters kursieren in sozialen Medien in den vergangenen Tagen Videos, die zeigen, wie der Tod des Ex-Premiers gefeiert wird.
Gründe dafür liegen in der Vergangenheit
Wer den Hass der Chinesen auf den ermordeten Abe verstehen möchte, muss wie so oft in die Vergangenheit schauen: Lange Zeit war China die unumstrittene Vormacht in Südostasien, bis Japan im Zuge der Industrialisierung das Zepter übernahm. Das führte unter anderem zum Ersten-Japanisch-Chinesischen-Krieg, den das Reich der Mitte verlor. In den folgenden Jahrzehnten breitete sich der Inselstaat immer weiter in der Region aus und macht sich im Zuge der Weltkriege mehrere gravierenden Menschenrechtsverletzungen schuldig. So sollen die Japaner im Zweiten Weltkrieg Experimente mit Chinesen vollzogen und Konzentrationslager errichtet haben. Ex-Premier Abe wird dabei vorgeworfen, nie kritisch genug mit der eigenen Vergangenheit seiner Heimat aufgeräumt zu haben.

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