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Offiziell wollen die selbsternannten Antifaschisten die Nachbarn vor „Nazis“ warnen, die sie als solche bezeichnen.

30. Juni 2022 / 06:58 Uhr

Polizeiliche Ermittlungen nach linksextremer Menschenjagd

In Wien haben Linksextreme Dutzende großflächige Plakate von einem jungen patriotischen Aktivisten aufgehängt. Auf den Postern ist nicht nur ein Foto des Betroffenen, sondern auch dessen private Wohnadresse veröffentlicht. Die Polizei ermittelt mittlerweile gegen die Hintermänner.
Moderne Menschenjagd im Kopfgeldjäger-Stil
An vielen Orten rund um den Naschmarkt kann man seit einigen Wochen Plakate bewundern, die in ihrer Aufmachung an Kopfgeldjäger-Steckbriefe im Wilden Westen erinnern: in schwarz-weiß gehalten, und gut sichtbar ist darauf das Gesicht eines jungen Mannes zu erkennen. Darüber prangt die Anschuldigung „Achtung – Nazi in ihrer Umgebung“. Unter dem Bild befindet sich noch eine Art Steckbrief, auf dem die Wohnadresse und weitere Orte vermerkt sind, an denen sich der Betroffene regelmäßig aufhalten soll.
Das Ziel dabei ist klar: Durch das öffentliche Verbreiten unzähliger derartiger Aufrufe in der Wohngegend des Betroffenen wird das Leben des jungen Mannes zur Hölle. Neben der permanenten Gefahr, von gewaltbereiten Linken abgepasst zu werden, führen die Nazi-Anschuldigungen zu einer enormen Stigmatisierung im eigenen Grätzl.
FPÖ-Bezirkschef lässt Betroffenen nicht im Stich
Obwohl die Plakate seit Wochen an vielen Orten hängen, scheint das Engagement der Stadt, die menschenverachtende Hetze verschwinden zu lassen, nur sehr gering zu sein: Immerhin kleben die meisten der Panphlete auf öffentlichem Eigentum wie Stromkästen oder Bushaltestellen. Der Mariahilfer FPÖ-Bezirksobmann Leo Kohlbauer nahm das zum Anlass, öffentlich die Polizei zum Handeln aufzurufen. Die zuständige LPD Wien reagierte auch prompt und bestätigte laufende Ermittlungen in der Sache.
Warum die Plakate noch immer an vielen Plätzen in dewn Bezirken Mariahilf und Margareten sichtbar sind und somit weiterhin die Rechte des Betroffenen verletzt werden, obwohl der Fall bereits polizeibekannt ist, bleibt jedoch fraglich.

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