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Leonore Gewessler / Kochtopf

Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) rät den Österreichern allen Ernstes, einen Deckel auf den Kochtopf zu geben, um Strom zu sparen.

21. Juni 2022 / 10:22 Uhr

Deckel rauf beim Kochen und 100 auf der Autobahn: Gewesslers Energiespar-Tipps

Wie löst Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) die Energiekrise? Sie gibt den Menschen Tipps – etwa diesen gestern, Montag, auf Puls24: Um Strom zu sparen, könne man beim Kochen einen Deckel auf den Topf geben.
Embargo fällt Regierung auf den Kopf
Die schwarz-grüne Bundesregierung hat Österreichs Energieversorgung mit ihrer Außenpolitik in arge Bedrängnis gebracht. Zuletzt spielte ÖVP-Kanzler Karl Nehammer in Eintracht mit den Grünen, SPÖ und Neos „russisches Roulette“, als sie sich allesamt im Hauptausschuss des Parlaments für ein Öl- und Gas-Embargo gegen Russland ausgesprochen hatten. Welche Auswirkungen das haben kann, zeigte unseren ach so schlauen Politikern dann postwendend Russlands Präsident Wladimir Putin, der Gaslieferungen nach Österreich einschränkte.
Beim Kochen den Deckel auf den Topf geben
Jetzt laufen Nehammer und Gewessler planlos im Kreis herum und wissen offenbar nicht, wie sie das Problem lösen können. Gestern, Montag, bließ Umweltministerin Gewessler, die auch für Energie zuständig ist, auf Puls24 heiße Luft aus den TV-Bildschirmen. Allen Ernstes hat sie den Österreichern geraten, beim Kochen den Deckel auf den Topf zu geben, um Strom zu sparen. Außerdem kündigte Gewessler eine Energiespar-Kampagne für Herbst an, in der Haushalte aufgefordert werden würden, die Raumtemperatur „eine bis zwei Grad“ kühler zu belassen – das spare bis zu zehn Prozent des Gasverbrauchs.
Reaktivierung des Kohlekraftwerks
Die Koch-Tipps der grünen Umweltministerin zeigen ihre Hilflosigkeit bei der Krisenbewältigung. Wen wunderts, dass Gewessler jetzt sogar mit ihrer Haltung zu fossilen Brennstoffen bricht. Sie kommt drauf, dass Windräder bei weitem nicht ausreichen, um die Österreicher flächendeckend mit Strom zu versorgen und will – man höre und staune – das Kohlekraftwerk in Mellach südlich von Graz, das im Frühjahr 2020 das letzte Mal aus Kohle Strom erzeugte, wieder reaktivieren.
Im Juli 2020 war Leonore Gewessler noch stolz darauf, das letzte Kohlekraftwerk Österreichs geschlossen zu haben. In den sozialen Netzwerken schrieb sie:

Heute habe ich von Verbund-Chef Anzengruber das letzte Kohle-Stück aus einem Kohlekraftwerk in Österreich übernommen. Die Schließung des Kohlekraftwerks war historisch: Österreich steigt endgültig aus dem Verstromung von Kohle aus und macht einen weiteren Schritt zum Ausstieg aus fossilen Energien.


Rückkehr zu fossilen Brennstoffen
Die Verzweiflung der grünen Ministerin muss wohl groß sein, dass sie nun sogar zu ihren verhassten fossilen Brennstoffen zurückkehrt. Allerdings dürfte es Monate dauern, bis die technischen und personellen Voraussetzungen dafür hergestellt sind und Kohle beschafft ist. Von den enormen Kosten, die verursacht werden, ganz zu schweigen.
Autofahrern soll es an den Kragen gehen
Gewessler wäre nicht Gewessler, würde sie in der Energiekrise nicht auch ihren „Liebkindern“, den Autofahrern, Einschränkungen auferlegen. So denkt sie offenbar ernsthaft darüber nach, ein neues Tempolimit auf den Autobahnen einzuführen. Auch für Tempo 100 auf der Autobahn gebe es in Österreich eine gesetzliche Basis, sagte sie in der Puls24-Sendung.

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