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Wohnen ist teuer – aber vor allem auch wegen der hohen Steuer- und Abgabenlast!

5. Dezember 2021 / 09:13 Uhr

Vier Jahre arbeiten, um sich Grunderwerbssteuer leisten zu können

Der diesjährige Steuerzahlergedenktag fiel auf den 13. Juli. Das bedeutet, dass die Deutschen bis zum 13. Juli nur für den Staat gearbeitet haben. Erst danach gehört das verdiente Geld ihnen selbst und sie können damit ihre Grundbedürfnisse stillen und sich etwas leisten.
Vom Zehent zum Zweihent
Vorbei die Zeit des mittelalterlichen Zehent, also des zehnten Teils des Einkommens, den man dem Grundherrn abliefern musste. Einige hundert Jahre später sind wir beim Zweihent angekommen.
Bei einer durchschnittlichen Belastung der Einkommen mit Steuern und Abgaben von 52,9 Prozent zahlten die Deutschen 2021 rund 0,8 Prozentpunkte bzw. arbeiteten vier Tage mehr für den Staat als noch im Jahr zuvor.
Vier Jahre Arbeiten für Grunderwerbssteuer
Damit gewinnt auch die Debatte um leistbares Wohnen einen ganz anderen Fokus.
Denn in Anbetracht der hohen Steuerbelastung braucht der Durchschnittsdeutsche allein vier Jahre, um sich die Grunderwerbssteuer leisten zu können, wenn er sich ein Eigenheim kaufen will. Das hat eine aktuelle Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft nun herausgearbeitet.
Drittel der Miete für „kalte Betriebskosten“
Doch danach ist es noch lange nicht aus! Dann kommen die „kalten Betriebskosten“, zu denen kommunale Abgaben und Steuern zählen etwa für Müllabfuhr oder Grundsteuer. Bei den Mieten schlagen sie sich, wenn auch mit großen regionalen Unterschieden, mit durchschnittlich einem Drittel zu Buche.
Leistbares Wohnen fängt also bei den Steuern und Abgaben an. Aber darüber reden Politik und Mainstream-Medien nicht.

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