Demokratisch, kritisch, polemisch und selbstverständlich parteilich

Die Regenbogenfahne darf natürlich nicht fehlen: Symbolik und Internet-Auftritt des Gymnasiums Rahlgasse erinnern eher an ein linkes Parteimanifest als an eine öffentliche Bildungs-Institution.

26. November 2021 / 17:39 Uhr

Linkes „Leitbild“ in Wiener Gymnasium: FPÖ-Bildungssprecher fordert dringend Überarbeitung

Durch diverse TV-Auftritte ihres Schulsprechers Mati Randow zum Thema Schul-Chaos  ist das Bundesrealgymnasium Rahlgasse in Wien-Mariahilf in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt. Das denkmalgeschützte Gebäude, gegründet 1892, galt lange Zeit als ältestes Mädchengymnasium Österreichs. Seit 1978/79 steht es auch Buben offen, insgesamt werden rund 750 Schüler unterrichtet.
Multikulti, Genderwahn und Kampf gegen Rechts
Auch sonst hat sich viel geändert in der öffentlichen Schule – vor allem, wenn man sich in die Selbstdefinition bzw. das „Leitbild“ vertieft. Was dort steht, klingt unverhohlen nach erz-linker Sozialutopie mit all ihren Auswüchsen, von „Multikulti“ bis „Genderwahn“. Und natürlich im einseitigen „Kampf gegen Rechts“.
Eindeutig links-politisch gefärbtes „Schulprofil“
Das „Schulprofil“ der Rahlgassen-Webseite liest sich wie das Parteiprogramm einer Linkspartei. Kostprobe gefällig? Da heißt es etwa wörtlich:

Eine kontinuierliche Bemühung besteht darin, faschistoiden, rechts-extremen und rassistischen Ideologien und Haltungen entgegenzuwirken, was einerseits in der Aufarbeitung der Vergangenheit und andererseits in gezielter Aufklärungsarbeit und in Aktivitäten im Bereich des interkulturellen Lernens seinen Ausdruck findet. Bezeichnend dafür ist die Tatsache, dass relativ viele SchülerInnen mit nichtdeutscher Muttersprache die „Rahlgasse“ besuchen und damit eine Vielfalt im multikulturellen Sinn entsteht.

Schönreden der Überfremdung
Von den massiven Problemen, die alle Schulen mit hohem Ausländer- und Migrantenanteil haben, steht hier natürlich kein Wort. Einige Zeilen weiter heißt es stattdessen:

Die drei „Säulen“ unserer Schule sind Sozialkompetenz, Gender und Umwelt.

„Gendern“ als eine der drei „Schulsäulen“
Wie wichtig das Gendern den Verantwortlichen ist, zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Web-Auftritt der Schule, nicht immer einheitlich, aber in jedem Fall konsequent entgegen deutscher Rechtschreibung. So ist etwa im „Schulprofil“ durchwegs von LehrerInnen, SchülerInnen etc. die Rede, während im „Leitbild“ mit „Gendersternchen“ (Schüler*innen) geschrieben wird.
Schüler sollen „geschlechtliche Identitäten“ enfalten
In besagtem Leitbild bekennt man sich auch klar zum Ausleben aller geschlechtlichen Identitäten, was immer das heißen mag:

Unsere Schule ist ein Ort der Vielfalt, an dem Chancengleichheit gewährleistet wird und alle ihre geschlechtlichen Identitäten entfalten können. Ein genderbewusster und reflektierter Umgang ist für uns eine Selbstverständlichkeit.

„Faschistische und totalitäre Strukturen erkennen“
Das Credo der „politischen Bildung“ wird ebenso klar definiert:

Wir ermächtigen unsere Schüler*innen, alle gesellschaftlichen Prozesse kritisch zu hinterfragen und faschistische und totalitäre Strukturen zu erkennen.

Wer für diese ebenso eindeutigen wie einseitigen links-politischen Dogmen verantwortlich zeichnet, findet sich am Fuße des „Leidbildes“:

Fassung einstimmig von der LehrerInnenkonferenz beschlossen am 6.9.2019

„Internationale Schule“, statt Bekenntnis zu Österreich
Was mit Schülern passiert, die diesen Maximen nicht entsprechen (wollen), wird nicht erklärt. Ein Bekenntnis zu Österreich, seiner Kultur und seinen Traditionen kommt hier jedenfalls nicht vor, man sieht sich vielmehr als „internationale Schule“.
Neutrale Wertevermittlung sieht anders aus
Der freiheitliche Bildungssprecher Hermann Brückl sieht hier dringenden Handlungsbedarf im Sinne neutraler Wertevermittlung: „Schule ist ein Ort der Bildung und des sozialen Austausches. Schule muss jungen Menschen einerseits Wissen vermitteln, andererseits sie beim Erwachsenwerden begleiten und ihnen die sozialen Fähigkeiten vermitteln, die sie brauchen, um in unserem gesellschaftlichen Gefüge Fuß fassen zu können“, betont der Nationalratsabgeordnete.
„Missbrauch für einschlägige politische Fahrwasser“
Schule diene aber nicht dazu, extremistische politische Positionen und Weltanschauungen zu verbreiten. Sie darf auch nicht dazu missbraucht werden Kinder und Jugendliche in einschlägige politische Fahrwasser zu drängen. „Genderwahn und links- oder rechtsextreme bzw. religiös motivierte Gesellschaftsphantasien haben an unseren Schulen nichts verloren“, stellt Brückl klar.
Überarbeitung des „Leitbildes“ dringend nötig
Das Leitbild des Gymnasiums Rahlgasse werde dem jedenfalls nicht gerecht und brauche dringend eine Überarbeitung: „Schlussendlich geht es darum, dass unsere Kinder frei von politischen und religiösen Einflüssen die beste Ausbildung erhalten, die möglich ist“, resümiert der Bildungspolitiker.

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