Hautärzte schlagen schon seit längerer Zeit Alarm: Durch das Tragen der Schutzmasken steigen die Akne-Erkrankungen sprunghaft an. Jeder vierte ist betroffen.
Optimale Bedingungen für Bakterien
Dr. Sabine Schwarz, Leiterin des Hautzentrums Wien, sagt gegenüber oe24:
Durch die feuchte Atemluft unter der Maske entsteht ein Klima, das gerade bei fetter Haut optimale Bedingungen für Bakterien schafft. So finden Pusteln und Pickel den perfekten Nährboden. Aber auch normale Haut kann durch die ständige Reibung der Maske irritiert werden und sich entzünden.
Feuchtes Klima durch das Atmen
Schon am 19. April meinte der Sprecher der steirischen Hautärzte, Thomas Mainz, auf der ORF-Homepage:
Wenn sie eine Maske lange tragen, bildet sich darunter durch den Atem ein feuchtes Klima. Die Luft ist wärmer, und die Luft ist feuchter. Und sämtliche Hautveränderung, die vorher schon da war, ein Akne-Wimmerl, eine kleine Haarbalg-Entzündung, die kann durch diese Feuchtigkeit, durch diese Wärme und auch durch eine Reibung der Maske – dort, wo die Maske aufliegt – verstärkt werden. Es war aber normalerweise vorher schon etwas da.
So viele Patienten wie noch nie zuvor
Corona-bedingt gibt es im Hautzentrum Wien so viele Patienten mit unreiner Haut wie noch nie zuvor. Betroffen sind vor allem die Hautzonen um den Mund, die besonders durch die Masken in Mitleidenschaft gezogen werden.
Nicht ohne Grund hat ja die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schon im Dezember vom Maskentragen abseits des medizinischen Personals abgeraten. Als dann der Allgemeinmediziner Peer Eifler aus Bad Aussee ärztliche Atteste für die Maskenbefreiung ausstellte, wurde ihm die Berufsausübung untersagt.