Militärdrohnen

Eskalation im jemenistischen Bürgerkrieg: Jetzt kommen auf Seiten einer Rebellenmiliz auch Militär-Drohen aus China zum Einsatz. (Symbolbild)

11. September 2020 / 17:34 Uhr

China liefert Militär-Drohnen an neue Rebellenmiliz und heizt Bürgerkrieg an

Der Bürgerkrieg im Jemen scheint zu eskalieren. Jetzt soll sich laut internationalen Geheimdienstinformationen auch China auf Seiten einer Houthi-Rebellenmiliz in das Bürgerkriegsgeschehen einmischen. Diese jemenitische Rebellenmiliz soll mit Unterstützungsgeldern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in Peking Militär-Drohnen angekauft haben.

Militärexperten rechnen damit, dass die Militär-Drohnen nicht das einzige Rüstungsgeschäft sein könnten, das die Rebellen mit China abgeschlossen haben.

Geheimdienst-Mitarbeiter mit Informationen zu Rüstungsgeschäften


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Der international gut vernetzte Geheimdienst-Mitarbeiter Jason G. lieferte gegenüber Medien Informationen, wonach umfangreiche Rüstungsgeschäfte mit VAE-Geldern anlaufen würden. Die Militär-Drohnen sollen nur ein erster Teil einer umfangreicheren Aufrüstung einer neuen, hochaktiven Houthi-Rebellenmiliz sein.

Das Rüstungsgeschäft mit den Chinesen durch eine Splittergruppe zeigt auch, dass sich das Feld der Bürgerkriegsparteien immer weiter aufspaltet. Und mit dieser Aufspaltung der Gruppierungen wachsen im Hintergrund auch die Interessen und die internationalen Einflüsse auf den jemenitischen Bürgerkrieg.

100.000 tote Zivilisten und eine lange Liste von Kriegsverbrechen

In den letzten Jahren wurden im Jemen rund 100.000 Zivilisten getötet. Es gibt eine lange Liste von Kriegsverbrechen, die von den unterschiedlichen Bürgerkriegsparteien begangen worden sind. Neben dem Einsatz von Landminen, Brandlegung, Geiselerschießung und Vergewaltigungen kamen Zivilisten und Bürgerkriegskämpfer in Gefangenenlagern durch Nahrungsmittelmangel und Krankheiten um.

Eine UNO-Expertengruppe fordert daher die Einschaltung des Internationalen Strafgerichtshofs, um die Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen aufzuklären. Ob die Täter und ihre Hintermänner tatsächlich gefasst werden, scheint in diesem Bürgerkriegsgeschehen allerdings fraglich. Außerdem ist die Signal der Vereinten Nationen an den Jemen widersprüchlich, haben sie doch im Frühjahr die Hilfslieferungen gekürzt. 


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