Schwedische Gender-Lobby will geschlechtsneutrales Pronomen einführen

18. Mai 2012 - 10:29
Bild: 
Kinder dienen den Kämpfern gegen das Geschlecht als Versuchskaninchen.
Foto: Liz Henry / flickr (CC BY-ND 2.0)

Die schwedische Gender-Lobby plant einen außergewöhnlichen Eingriff in die schwedische Sprache: die Einführung eines neuen Pronomens. Anlass dafür ist die Tatsache, dass es im Schwedischen nur „er“ (han) und „sie“ (hon) gibt, aber kein Pronomen für Personen, die sich keinem Geschlecht zuordnen wollen. Dem soll durch das geschlechtsneutrale Pronomen „hen“ abgeholfen werden. Dieses könnte man dann auch für Personen anwenden, deren Geschlecht unbekannt ist, wie etwa einen Einbrecher, den niemand gesehen hat. Jetzt werden Unbekannte immer als „han“ (er) genannt, wodurch sich Feministen diskriminiert fühlen.

Die Idee eines geschlechtslosen Pronomens existiert in Schweden schon seit den sechziger Jahren, lebt nun aber wieder auf, da im Jänner dieses Jahres ein Kinderbuch erschienen ist, in dem „hen“ angewendet wird. Wieder einmal müssen also die Kinder als Versuchskaninchen für die absurden Ideen genderbegeisterter Erwachsener herhalten. In dem Buch „Kivi & Monsterhund“ spielt ein geschlechtsloses Kind namens „Kivi“ die Hauptrolle, für welches der Autor das Pronomen „hen“ benutzt. Die Eltern sind ebenfalls geschlechtslose Wesen und werden als „Mappa“ und „Pamma“ bezeichnet. Die Verwirrung der Kinder dürfte damit komplett sein.

Autor Lundqvist hält Geschlecht von Kindern für unbedeutend

Ein Kind sei in erster Linie ein Kind und nicht männlich oder weiblich, meint der Autor Jesper Lundqvist. Es sollen sich Buben und Mädchen mit Kivi identifizieren können und dabei nicht durch vorgefertigte Rollenbilder beeinflusst werden. Die Selbstgerechtigkeit vieler Gender-Lobbyisten wird auch an Lundqvist deutlich. So stellt er fest, dass es für ihn sehr befreiend gewesen sei, den „Geschlechtsgedanken“ völlig beiseite zu lassen. Er habe außerdem positive Reaktionen von Personen bekommen, die mit ihrem Geschlecht nicht glücklich seien. All das ist schön für ihn, hat aber mit den Bedürfnissen seiner Leser, der Kinder, nicht das Geringste zu tun.

Das Erscheinen des Buches hat in Schweden eine Debatte ausgelöst, an der sich auch Politiker beteiligen. Die Ministerin für Integration und Gleichstellung, Nyamko Sabuni, sieht das Pronomen als eine neue Möglichkeit, Gleichberechtigung zu erzeugen. Dagegen wendet Maud Olofsson von der Zentrumspartei ein, das Pronomen könne einem Kind die Geborgenheit in seiner Identität rauben, da es von den Eltern nicht als das anerkannt wird, was es real ist, nämlich Bub oder Mädchen. In der schwedischen Nationalenzyklopädie, dem größten Nachschlagewerk in schwedischer Sprache, das aber keinen offiziellen Charakter besitzt, wird „hen“  schon seit 2009 angeführt. Um ein offizielles Wort zu werden, müsste es aber in der Wortliste der schwedischen Akademie aufscheinen, wo es momentan noch nicht zu finden ist.

Künstliche Wortschöpfungen setzen sich nicht durch

Bei „hen“ handelt es sich im Grunde um ein Minderheitenprojekt, das wohl kaum Eingang in die Umgangssprache finden wird. Im Deutschen ist schon einmal ein Projekt gescheitert, bei dem eine scheinbare Lücke in der natürlichen Sprache durch ein Kunstwort geschlossen werden sollte: 1999 wollten die Duden-Redaktion und ein Getränkehersteller das Adjektiv „sitt“ einführen. In Anlehnung an „satt“ sollte es in der Bedeutung „nicht mehr durstig“ gebraucht werden. Das Wort setzte sich nicht durch.

„Hen“ wirft dagegen noch weitere Probleme auf: Als Pronomen benötigt es auch eine Akkusativ- und Genetivform, den Schweden sollen also gleich drei neue Wörter zugemutet werden. Über die Formen von „hen“ ist sich die Gender-Lobby außerdem nicht einig. In Anlehnung an die Formen von „han“ („honom, hans“) wurden für „hen“ die Abwandlungen „henom, hens“ erfunden. Feministen sehen darin jedoch noch immer eine Benachteilung der Frau, da die Formen dem männlichen Pronomen nachempfunden sind. Sie bringen andere Vorschläge wie die aus dem Finnischen entlehnten "henen, henens" ein, die aber wiederum stark an die Formen des weiblichen "hon" ("henne, hennes") erinnern.

Kurztitel: 
Schweden: Pronomen für Geschlechtslose
Spende für Unzensuriert
 

Kommentare

Bild des Benutzers der faule Willi

... der Geschlechtslosigkeit auch gezielt anwenden.
Z.B. Bei jeder Geburt dem Neugeborenen und der Mutter glz. die Geschlechtsmerkmale grundsätzlich entfernen, dann könnte man dieses Pronomen auch richtigerweise einsetzen. Auch könnte man der Überbevölkerung auf diese Art Herr werden ...

Für die Humorlosen:
Bitte als massiv übertriebene Satire sehen ...

0
0

dfW

"Sünd und Schad" das alles! hätte man früher gesagt...
Immer und immer mehr zeigt sich der Wahnsinn,dass sich eigentlich zu viele Leute "höherer" Bildung erfreuen und nur mehr Schwachsinn produzieren.
Sie lebten bis jetzt gut davon,die Wirklichkeit auf den Straßen blenden sie -noch-gekonnt aus,die Leiberlzusammennäherinnen und ihre eigenen Putzfrauen sind ihnen wurscht! Die "Rechte" von Frauen sind jetzt abgearbeitet,das Ergebnis bekannt,jetzt gehts weiter!
Zum Glück kann die Mehrheitsbevölkerung sagma in Malmö eh nicht schreiben und lesen und braucht sich den Schwachsinn nicht anzutun.
Alles kommt zurück! Auch auf die Erfinder! Die sind jetzt so bedroht,man glaubt es kaum! Ja wer schon weiß,was auf das eigene Volk zukommt und es trotzdem zulässt,ist eigentlich ein Volksverräter! Merke!Da bekommt man Preise und Denkmäler heutzutage!

0
0

Warum sollte es nur bei uns im Lande Geistesgestörte geben? Hier konnten sie - zum Leidwesen rational denkender Menschen - das Binnen-I in Umlauf bringen (weil sie offensichtlich nicht der Deutschen Grammatik kundig sind).
Ein Jammer, wie unsere Kultur zerfällt, dank der Grünen und Gutmenschen.

0
0

Man muß sich fragen, was denn nun eigentlich die Ziele des Feminismus sind: will man das Geschlecht herausstreichen (Binnen-I usw.)oder will man die Geschlechtsunterschiede quasi aus der Welt schaffen. In letzterem Fall wäre z.B. die Frauenquote sinnlos, weil ohnedies alle Leute Neutra wären. Einerseits das Genitale immer und überall in den Blickpunkt zu rücken, sich andererseits dann durch so bezeichneten Sexismus beleidigt zu fühlen, einerseits frühen Sex und die Möglichkeit der Abtreibung zu propagieren, andererseits sich durch ein Unterwäscheplakat diskriminiert zu fühlen usw. usw. könnte insoferne zum Eigentor werden, als der echte Macho vom alten Schrot und Korn wieder in Versuchung kommt, Witze über die weibliche Logik zu machen. Das Minderwertigkeitsgefühl, das sich in haarspalterischen sprachlichen Unsinnigkeiten äußert, haben wahrscheinlich die allermeisten Frauen gar nicht.

0
0
Bild des Benutzers regimegegner

schon mickey mouse und teletabbies und vile mehr bis zu den alko-simpons, geben neben der werbung und den musik-vids ein gehirnwäsch an die schwächsten unserer ehren-gesellschaft weiter, wir werden in der NWO so dumm sein daswir unser eigenes geschlecht nicht mehr erkennen
und die steuerung fällt den bossen leichter , ebenso die frage sklave oder nicht wird keiner mehr stellen
wenn wir es zulassen , dann muss es so geschehen

0
0

Neuen Kommentar schreiben

Beim Verfassen von Kommentaren sind folgende Regeln zu beachten:
  1. Die Meinungsfreiheit bewegt sich im Rahmen der geltenden Gesetze. Wer zu Gewalt aufruft oder gegen Teile der Bevölkerung hetzt, kann die Meinungsfreiheit für sich nicht in Anspruch nehmen. Ebenso gilt dies bei Beleidigungen oder Anschuldigungen gegenüber konkreten Personen. Wer die Gesetze missachtet, muss damit rechnen, straf- oder zivilrechtlich verfolgt zu werden. Als Betreiber sind wir bei entsprechenden Ermittlungen zur Kooperation mit den Behörden verpflichtet.
  2. In der Diskussion mit anderen Kommentatoren erwarten wir einen respektvollen und höflichen Umgang, auch wenn verschiedene Meinungen aufeinander prallen.
  3. Beziehen Sie sich in ihren Kommentaren bitte auf das Thema des Artikels.
  4. Sollten Sie sich durch den Inhalt eines Kommentars in Ihren Rechten verletzt fühlen, kontaktieren Sie uns bitte unter kontakt@unzensuriert.at.
Unzensuriert.at behält sich vor, Kommentare wegen Verstößen gegen diese Regeln zu löschen und in besonders krassen Fällen oder bei Wiederholung einzelne Benutzer zu sperren.
Die Länge der Kommentare ist auf 1.000 Zeichen begrenzt.

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind, um automatisiertem Spam vorzubeugen.
Füllen sie das Feld aus.