Arigona Zogaj darf in Österreich bleiben
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sie sich über fremdenrechtliche Vorschriften hinwegsetzen.
Foto: Alex Barth / flickr
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Oberösterreich
Die mittlerweile 20-jährige Arigona Zogaj hat am Montag ihre Niederlassungsbewilligung erhalten und darf damit aller Voraussicht nach endgültig in Österreich bleiben. Damit wird unter den wohl prominentesten Asylfall des Landes nach über zehn Jahren ein Schlussstrich gezogen. Auch die beiden jüngeren Geschwister Albin und Albona bekamen vom Magistrat Linz ihre Visa mit Niederlassungsbewilligung ausgestellt. Mutter Nurie, die einer Beschäftigung als Putzfrau nachgeht, hatte den positiven Bescheid bereits mit Ende des Vorjahres erhalten.

sie sich über fremdenrechtliche Vorschriften hinwegsetzen.
Foto: Alex Barth / flickr
Die Visa gelten vorerst für ein Jahr, werden dann auf zwei Jahre verlängert, sofern sich niemand etwas zuschulden kommen lässt. Nach abermals zwei Jahren sind sie endgültig und die Kosovarenfamilie Zogaj aus Frankenburg darf dauerhaft im Land bleiben. Ein durch andauernde Missachtung der fremdenrechtlichen Vorschriften und durch Ausreizung sämtlicher Instanzen erwirkter Aufenthalt hat letztendlich einen positiven Rechtsanspruch nach sich gezogen.
„Eine Erpressung des Staates lohnt sich offenbar in unserem Land!“, kommentierte Oberösterreichs FPÖ-Sicherheitssprecher und Landtagsabgeordneter Alexander Nerat die Entscheidung. „Im Fall von Arigona Zogaj handelt es sich keineswegs um den Sieg von Recht und Menschlichkeit, sondern um massiven Druck und Rechtsbeugung“, so Nerat, der befürchtete, dass diese Methode Schule macht: „Unser Staat läuft Gefahr, sich auf Grund dieses Präzedenzfalles immer wieder nötigen lassen zu müssen. Man darf gespannt sein, wie ähnliche Asylanträge in Zukunft behandelt werden.“
FPÖ fürchtet Nachahmer, Grüne und SPÖ jubeln
Naturgemäß einen Erfolg sahen die Grünen. Menschenrechtssprecherin Alev Korun zeigte sich erfreut über die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung für Arigona Zogaj. „Endlich wurde für Arigona eine dauerhafte Perspektive gefunden. Der ‚Preis’ für diese Lösung war allerdings ein jahrelanger Kampf und die Zerstörung der gesamten Familie. Dasselbe leidvolle Spiel mutet die Regierung zahlreichen anderen Familien zu“, gab Korun zu Bedenken. Josef Weidenholzer, Präsident der SPÖ-nahen Volkshilfe Österreich, meinte: „Es war ein langer Weg, an dessen Ende sich Recht und Menschlichkeit getroffen haben.“









Kommentare
Arigona
Wir haben eh zu wenig Kinder im Land!! 10 Mio Österreicher sollte ein Ziel sein. Wenn Österreicher für ausländische Kinder Integrationsarbeit leisten, soll man diese Arbeit respektieren und nicht hübsche Madln sondern Dealer und Zuhälter abschieben. Der Gürtel - Steiner ist auf freiem Fuss und hat weniger Zorres als die Arigona.
Es ist eine Schande
wie sich in Österreich das Recht verbiegen läßt. Ich hoffe auf 2013. Mit solchen Methoden muß rasch ein Ende gemacht werden.
Scheinasylanten und Wirtschaftsflüchtlinge raus. Wir haben genügend eigene Bedürftige und leider auch Schmarotzer die wir durchfüttern müssen.
Systemfehler
Hallo Zusammen!
Jetzt ist dieses Paradebeispiel sinnloser Ressourcen Verschwendung also geschlossen. Ein für die betroffenen mühsames und für einen Rechtstaat unwürdiges Megaverfahren.
Ein Beispiel ungenügender Gesetzgebung der sonderklasse.
Eine Abschiebung wäre ein vollkommener Unsinn gewesen. Erstens hat die öffentliche Hand Kapital in Bildung, Aufenthalt usw. investiert.
2. Hätte das Verfahren aufgrund zeitlicher Überschreitung längst eingestellt werden müssen.
3. ist das kein problematischer "Ausländerfall" Da die Familie durchaus in der Lage war sich zu Erhalten, sozial Beiträge zu leisten, Bildung zu erlangen usw.
4. Das System eigentlich bei den kritischen nicht integrierten abgesondertern Fremden versagt, und die "Sogais" so gesehen kein Problem darstellen, wenn man sie nicht politisch und medial dazu verwendet hätte.
Don
PS: teilweise sind hier dumme Komentare zu lesen das ich mich wundere das jene Schreiber den captcha Test bestanden haben.
Man muss den Captcha test allerdings nur 1x nach dem
Einlogen beim ersten Posting bestehen und da kann man sich mit einem Taschenrechner behelfen.
FPÖ fürchtet Nachahmer, Grüne und SPÖ jubeln
Grüne und SPÖ jubeln.....das kann doch nicht normal sein???
2013 ist dann der Zahltag für euch!!
keine Sorge
Hallo,
die Nachahmer sind längst da, jedoch nicht öffentlich medial präsent. Die die das System ausnutzen verstehen es sich "ruhig" im Hintergrund unbemerkt zu bleiben.
Für die SPÖ gibt es aber sowas von keinen Grund zu jubeln denn Ihr Gesetz hat versagt und mit sozial hat ein Jahrzehnte langes verfahren nix zu tun! Weder für die Zahler (Staat) noch für die Betroffenen.
Zu den Grünen möchte ich mal gaar nix sagen!
Don
Klar ist 2013 Zahltag...
Nur wird es der FP nichts nützen. In Berlin liegen die Piraten bei 15% und bis dahin haben sie dank ACTA in Österreich so regen Zuspruch, dass sie bei 30% liegen werden.
Mal abgesehen davon: 2004 war doch die FPÖ in der Regierung. Was hat sich damals verbessert?
Das ist doch immer das ...
Totschlagargument.
Und genau dies wird man zu den nächsten Wahlen auch noch sehr oft zu hören bekommen.
zum Mitschreiben:
DIE FPÖ HAT NIX ÄNDERN KÖNNEN, WEIL SIE NICHT DIE ABSOLUTE MEHRHEIT HATTE UND DADURCH BEI ALLEN RELEVANTEN ÄNDERUNGS-VERSUCHEN VON DEN ANDEREN NIEDERGESTIMMT WURDEN! (Sie hatte nicht mal eine relative Mehrheit und wurde von der ÖVP damals nur als Koalitionspartner verheizt)
Und genau das wird auch passieren, wenn sie diesmal wieder nicht die Absolute erreichen. Ich würde in diesem Fall in der Opposition bleiben.
dfW
Jede Partei hat in der Koalition genug
mitspracherecht. Man muss aber argumentieren können um die Koalitionspartner zu überzeugen. Was aber beim Mann von der Straße funktionieren mag, hört sich im Parlament ganz anders an.
Wenn also FP niedergestimmt wurde, dann waren die Argumente die vorgebracht wurden wohl Praxisuntauglich, oder sie konnten nicht verhandeln.
Ich hatte schon einen ...
... kleinen Augenblick die Hoffnung, daß Sie eine gewisse Weitsicht haben, aber ..., naja!
Die FPÖ hatte damals die Aufgabe, Anträge der ÖVP durchzuwinken.
Eigene Anträge, vor allem solche, die bestimmte Themen betreffen, wurden erst gar nicht beachtet, geschweige denn bearbeitet.
dfW
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