Relativierung der Vertreibung folgt archaischem Blutrachedenken
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Europäische Union, Tschechien, Menschenrechte, Zweiter Weltkrieg, Nationalsozialismus, Adolf Hitler, Deutsche, Stiftung, Selbstbestimmungsrecht, Erika Steinbach, Bund der Vertriebenen, Vertreibung, Sudetendeutsche Landsmannschaft, Gedenktag, Barbarei, Benes-Dekrete. AVNOJ-Beschlüsse, Günter Verheugen
wo es möglich wäre, vergeht sich an den Menschenrechten."
Foto: Unzensuriert.at
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Grundrechte
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft gedachte am 12. März 2011 des Todes von 54 friedlichen Demonstranten am 4. März 1919. Sie forderten das Selbstbestimmungsrecht für ihr Volk und die Eingliederung ihrer deutschsprachigen Siedlungsbiete zu Österreich. Tschechoslowakische Soldaten eröffneten das Feuer. Für die Festrednerin der Veranstaltung, die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen und CDU-Abgeordnete zum deutschen Bundestag, Erika Steinbach war dieses Massaker bereits ein schlimmes Vorzeichen für den sich verschärfenden Konflikt zwischen Tschechen und Deutschen, der nach Ende des Zeiten Weltkrieges in die Massenvertreibung der Sudetendeutschen mündete.
erinnern an die 54 unschuldigen Opfer des 4. März 1919.
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Davon allerdings, dass die im 20. Jahrhundert in zwei Weltkriegen aufgebrochenen Nationalkonflikte ihren Ursprung im 19. Jahrhundert haben, würden viele nichts wissen wollen. „Sie reduzieren zur eigenen Entlastung die Ursachen der Vertreibung und der Konflikte auf Hitler und den Nationalsozialismus“, kritisierte Steinbach. Die Vertreibungsverbrechen durch jene des Nationalsozialismus zu relativieren oder gar zu entschuldigen, sei jedoch nicht zulässig: „Eine Entschuldung derart bewegt sich abseits jeglicher Menschenrechtsnormen und ist latent gespeist aus dem archaischen Blutrachedenken. (…) Niemand wird mich mit dem Argument von Ursache und Wirkung davon überzeugen, dass eine Barbarei die andere jemals entschuldigen kann oder darf.“
Fotogalerie: Durch Wahrheit zum Miteinander - Sudetendeutsches Gedenken
Dass die Heimatvertriebenen nach wie vor auf die Anerkennung der an ihnen begangenen Verbrechen warten, ist jedoch eine Tatsache und zeigt sich etwa daran, dass sich auch deutsche Historiker gegen einen bundesweiten Gedenktag aussprechen. Der Ball liegt in dieser Frage nun bei der Bundesregierung, deren Sprecher jedoch bereits auf die „zurückhaltende Position gegenüber Forderungen nach neuen nationalen Gedenktagen“ hinwies.
"Nichts machen wir uns in Deutschland leicht"
Auch der Streit um die Stiftung „Flucht – Vertreibung – Versöhnung“ ist symptomatisch für die Schwierigkeit der Deutschen, die an ihrem eigenen Volk begangenen Verbrechen anzuerkennen und der Opfer zu gedenken. „Nichts machen wir uns in Deutschland leicht – keine Reform, keinen Autobahnbau, und schon gar nicht ein dauerhaftes Gedenken an das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen. Unproblematisch sind bei uns nur Krötentunnel, Lichterketten und AIDS-Galas.“ Steinbach gewinnt der Debatte, in deren Verlauf sie selbst auf eine Position im Stiftungsrat verzichtet hatte, jedoch mehrheitlich Positives ab: „Streit gehört für eine gute Sache immer dazu. Dieses Thema ist durch die streitigen Auseinandersetzungen, die sich häufig genug auf meinem Rücken abgespielt haben, lebendig geworden.“ Durch die politische Debatte würden sich nun auch viele Nicht-Vertriebene für das Schicksal der Vertriebenen interessieren. Dennoch rechne sie mit weiteren Widerstand, der sich gegen das Projekt selbst und nicht gegen sie persönlich richte: „Die sich an uns heute noch abarbeiten sind Personen, die wenn es um Vertriebene in Afrika und anderen Kontinenten geht, gar nicht genug Taschentücher im Schrank haben, um ihre Tränen zu trocknen. Nur für die deutschen Heimatvertriebenen zücken sie nicht ein Taschentuch, da sind die mitleidlos und hartherzig.“
wo es möglich wäre, vergeht sich an den Menschenrechten."
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Thema von Steinbachs Rede waren auch die menschenrechtswidrigen Vertreibungsgesetze, die zum Teil nach wie vor gültig sind, wie die Benes-Dekrete in Tschechien und der Slowakei oder die AVNOJ-Beschlüsse in Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Schuld daran sei die EU, so Steinbach: „Das Versagen in dieser Frage lag zum überwiegenden Teil nicht bei den Beitrittsländern, sondern bei der Europäischen Kommission und den schon in Europa befindlichen Ländern. Ich bin fest überzeugt, dass sich alle Beitrittskandidaten bereit gefunden hätten, ihre menschenrechtswidrigen Gesetze zu ändern, wenn der Wille seitens der EU und ihrer Mitgliedsländer vorhanden gewesen wäre.“ In Richtung der damaligen Verhandler und insbesondere des damals für die Erweiterung zuständigen Kommissars Günter Verheugen sagte Steinbach: „Wer Menschenrechte nur als wohlfeile Vokabeln in Sonntagsreden verwendet und ihnen dann im Einzelfall, wo es möglich wäre, nicht zum Durchbruch verhilft, der vergeht sich an den Menschenrechten.“
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Die Vertriebenen wollen weiter ihren Beitrag zur Erforschung der historischen Wahrheit leisten und sind daher, wie auch der Obmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Gerhard Zeihsel hervorhob – sehr froh darüber, dass im Laufe des letzten Jahre vor allem von Journalisten viele Initiativen gesetzte werden, um die tschechischen Vertreibungsverbrechen an Deutschen aufzuklären. „Nur die Wahrheit macht frei“ zitierte Steinbach aus dem Johannes-Evangelium und setze fort: „Und wir leben nach wie vor auf dem Fundament eines christlichen Abendlandes.










Kommentare
Das Grundübel ist wirklich ein anderes
Nämlich, die Gleichsetzung von Sudetendeutschen, mit der altösterreichischen Bevölkerung, die nie deutsch war.
Deutsche Altösterreicher
Sie haben dann Recht, wenn Sie meinen, dass die Bevölkerung der Habsburger-Monarchie nie rein deutsch war.
Aber die Österreichischen Erblande waren natürlich mehrheitlich von Deutschen besiedelt. Prag war lange die Residenzstadt des Deutschen Kaisers. In der österreichischen Reichshälfte lebten genauso mehrheitlich Deutsche, wie in Preussen, Bayern oder im Elsass.
Natürlich gab (und gibt) es Durchmischungen: so wie auch heute noch ein Deutsches Gebiet in Belgien (nördlich von Luxemburg), geschlossene deutsche Siedlungsgebiete in Südamerika und Südtirol in Italien gibt, so gibt es selbstverständlich auch fremdsprachige Siedlungsgebiete in "Deutschen Landen".
Das Sudetenland war hingegen bis zum Ersten Weltkrieg ebenso ein geschlossenes deutsches Siedlungsgebiet (mit anderssprachlichen Minderheiten), wie das Banat, Siebenbürgen und weite Teile Russlands an der Wolga.
Haben Sie damit ein Problem?
Die Geschichte der "Österreichischen Nation" beginnt halt erst mit den späten Versuchen der Habsburger Regierungen ab den 1880-er Jahren unter Franz Josef I. (der sich selbst allerdings noch als "deutschen Fürsten" bezeichnet hat), die darin ein Mittel zu finden hofften, den zentrifugalen Kräften der Vielvölker-Monarchie durch einen (künstlichen und neu propagierten) "Österreich-Nationalismus" entgegen treten zu können. Der aber sollte die gesamte Bevölkerung der Monarchie umfassen.
Nach dem Ersten Weltkrieg interpretierten (nur) die Kommunisten diesen "Österreichischen Nationsbegriff" dialektisch um in eine (von der Deutschen unterschiedene) "Seperat-Nation". Selbst die Sozialisten der Zwischenkriegszeit folgten ihnen damals nicht.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam dieser Nationsbegriff zu neuen "Ehren" - war er doch praktisch, den Mythos des "ersten Opfers Hitlers" – und damit eine Gründungslegende der Zweiten Rpublik – zu stützen. Erst ab Ende der 1950-er Jahre wird die österreichische Nation (als von der deutschen unterscheidbare) von einer erheblichen Mehrheit akzeptiert.
Das Grundübel ist ein Anderes!
Alle, wirklich alle, übersehen offenbar das Grundübel der Ge=
schichtsbetrachtung, also warum wir weder "souverän" die Zeit=
geschichte betrachten oder unsere Politik wirklich souverän agieren kann!
Die Präambel des Überleitungsvertrages v. 1954, die BK Kohl
dem Zwei-Plus-Vier voransetzen mußte, hebt ganz eindeutig die
Souveränität im Vertrag auf, weil sie schlicht nichts anderes besagt,
daß wir uns an die in den Nürnberger Gerichtssprüchen gehtroffenen
"Urteilen" auf ewig, oder zumindest bis 2099, halten müssen!
Daß unsere Politik u. Medien diese Präambel als illegal an=
sieht und endlich die Verlogenheit u. das Tabuisieren beendet,
ist eine Schande ohnegleichen! Deshalb wird der BdV u. Steinbach
nie von einer Politik Recht bekommen, sie weiß es wahrscheinlich, darf es aber nicht sagen.
bis 2099 ist interessant, ...
... denn das entspricht ca. 7 Generationen und ich hab wo anders auch schon mal gehört, daß Deutschland 7 Generationen lang für die Kriegsverbrechen zu büßen, bzw. zu leiden hat.
dfW
Vae Victis
Viel gäbe es noch zu erwähnen - etwa die britische, verbrecherische Auslieferung 1945 von Kosaken an Stalin, die ganze Willkür der Siegermächte an den über 2 Millionen Freiwilligen aus Rußland, dem Baltikum etc., welche an der Seite der deutschen Wehrmacht um ihre Freiheit gekämpft haben- nur - das war eben Siegermassenmord!! Nachzulesen etwa in:
"Die Verratenen von Jalta. Englands Schuld vor der Geschichte" von
Nikolai Tolstoy - oder -
"Schwarzbuch der Vertreibung 1945-1948: Das letzte Kapitel unbewältigter Vergangenheit" von Heinz Nawratil
„Die Lektüre ist nicht immer angenehm. Die Schrecken der Vergangenheit werden wieder Gegenwart - um der Zukunft willen....Kurzum dieses Buch ist keine bequeme Lektüre, wohl aber eine notwendige; es wendet sich auch nicht an den bequemen Bürger, sondern an den mündigen."
ALLES UNGESÜHNT UND VERGESSEN! Die 68er haben nur ein einseitiges Geschichtsbild bis heute durchgesetzt, nämlich ein Geschichtsbild der Nestbeschmutzer! In London steht ein riesiges Denkmal des Kriegsverbrechers Harries und in Wien gibt es sogar ein Stalindenkmal!
http://de.wikipedia.org/wiki/Stalin-Gedenktafel_(Wien)
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