Widerstand gegen „intelligente“ Stromzähler

22. März 2012 - 9:21
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Stromzähler wird durch EU zum "Bewegungsmelder"
Foto: echtner/wikimedia(CC-BY-SA-3.0)

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Energie

In Österreich formiert sich Widerstand gegen die Umrüstung der Stromzählgeräte. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) möchte bis 2018  rund 95 Prozent der heimischen Stromzähler austauschen. Nach einer Vorgabe der Europäischen Union soll Österreich auf das Modell „Smart Meter“ umstellen. Dieses hilft angeblich beim Energiesparen. Mittels viertelstündlicher Datenübertragung zwischen Konsument und Energieversorger soll der Energieverbrauch überwacht werden. Doch die Betroffenen auf beiden Seiten sind von dieser durch Brüssel verordneten Innovation keineswegs begeistert. Es regt sich Widerstand gegen diese EU-Pläne, die Österreich wieder einmal ohne Wenn und Aber umsetzen möchte.

Kosten für Energieversorger und Konsumenten

Stromzähler

Stromzähler

Stromzähler wird durch EU zum "Bewegungsmelder"
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Gestartet werden soll mit der Umrüstung im Jahr 2016. Eines ist jetzt schon sicher: Es wird zu einer Kostenbelastung der Energieversorger und Konsumenten kommen. Experten rechnen mit bis zu 360 Euro pro Haushalt. Allein die Umrüstung bei Wien Energie soll laut einem Bericht von ORF.at bei „deutlich mehr als 300 Mio. Euro“ liegen. Demgegenüber sollen mittel- und langfristige Energiekostensenkungen von 15 bis 20 Prozent aus diesem Projekt resultieren. Ob dies tatsächlich funktioniert, ist allerdings ungewiss. Die Wiener Mietervereinigung schätzt die Umstellungskosten gar auf 2 Milliarden Euro.

Datenschutz durch „Smart Meter“ gefährdet

Neben einer hohen finanziellen Belastung der Endkonsumenten birgt das Projekt „Smart Meter“ weitere Gefahren in Sachen Datenschutz. Allein in Wien müssen bei einer vorgesehenen viertelstündlichen Datenübermittlung täglich 180 Millionen Datensätze gebildet und übermittelt werden. Die Information, welche Wohnung wann benutzt wird, ist gewiss ein begehrtes Ziel für Hacker. Dies sind Argumente dafür, dass jetzt sogar die ansonsten EU-hörigen roten Vorfeldorganisationen Arbeiterkammer und Mietervereinigung gegen das Projekt Sturm laufen. Die Mietervereinigung plant eine Unterschriftenaktion.

Nächster energiepolitischer Flop?

Insider gehen davon aus, dass das Projekt „Smart Meter“ der nächste energiepolitische Flop von ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sein könnte. Mitterlehner hat bereits im August 2011 mit der Einführung der sogenannten Spritpreisdatenbank ein untaugliches Projekt zur Kontrolle der heimischen Treibstoffpreise ins Leben gerufen. Der Versuch, den Wettbewerb zwischen den Tankstellen ankurbeln, ist kläglich gescheitert. Kein Wunder, setzen sich die Treibstoffpreise doch zu über 50 Prozent aus Steuern und Abgaben zusammen.

Kurztitel: 
Stromzähler verrät Daten
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Kommentare

Bild des Benutzers Franz Speck

die Möglichkeit aus der Ferne abzuschalten.

Du bist mit der Rechnung im Verzug? Zack, Strom weg. Muss nicht einmal wer vorbeikommen. Alles auf Knopfdruck. Oder man rationiert die Energie.

Bill Gates und all die Anderen, die eh Milliarden haben, werden das sicher gut heißen. Der Bill ist ja auch für eine Beschränkung der Weltbevölkerung, weshalb er "nur" drei Kinder hat.

In den Öffis sieht es eh schon aus wie in "Soylent Green" im Stiegenhaus und auf der Straße. Man "graded" uns einfach "down". Als ob der Planet so klein wäre. All die Paläste und Inseln für die Reichen und wir leben wie Hühner in der Legebatterie. Das wird noch blutig enden! Und ich bin jetzt schon verdammt wütend!!!

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Bild des Benutzers Franz Speck

sie ein paar Stunden am Tag Strom haben werden zum Kochen und um in die Staatsglotze zu gucken. So wie sie glauben, dass ein EiPhone ein Luxusgegenstand ist. Man muss den Leuten nur einreden, dass was edel ist und sie blechen mit Freuden und gehen brav arbeiten und richtig wählen.

Die werden uns noch so ausnehmen und fertig machen die Polittrottel.
Aber: actio est reactio!

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Wenn die Energieindustrie schon die Stromeerzeugung (angeblich) optimieren will, soll sie doch aus Leistungsüberschüssen Wasserstoff produzieren. Der ließe sich doch speichern!
Eine bessere Idee hätte ich für Energiesparen: Furzometer, die anzeigen, um wieviel die Brennwertaufnahme an Eßbarem zu groß war.

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Der Verbrauch in einem Haushalt ist doch ein Pfurz, im vergleich zu dem was in einem Gewerbebetrieb (durch undiszipliniertheit) verschwendet wird.

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Sobald ausgehängt ist wann der austausch geplant ist, bin ich "nicht daheim", und wenn die versuchen einzubrechen, kann ich mich auf Notwehr berufen, wenn ich die Typen mit Blei voll pumpe.
Viele moderne Geräte (außer Direktimporte aus China) besitzen eine Netzwerk-ID Schaltung mit der die Zähler mitlogen welche Verbraucher gerade aktiv sind. Derzeit noch auf freiwilliger Basis, traue ich mich eine Wette einzugehen dass dies demnächst ein Zwang sein wird (Stichwort: "Terrorbekämpfung" oder so). Der EU-Diktatur kann man das zutrauen.
Und wer sagt denn dass Hacker sich nicht bedienen werden? Sie können mit leichtigkeit Logs auslesen oder den Strom in einer Wohnung völlig abstellen.

Mir fehlen die Worte über so viel Dummheit unserer Wirtschaftshörigen Politiker, natürlich wie üblich, ÖVP!!!
2013 wird zurückgeschlagen!

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Bild des Benutzers der faule Willi

... der Bevölkerung zutreffen, daß sie dieser Art der Kontrolle hilflos ausgeliefert sind.
Nun ja, wo Elektronik ist, kann diese ja auch kaputtwerden, zumindest teilweise. Es können ja bei Elektrogeräten diese Logger defekt werden, ohne die Funktion des Gerätes wesentlich zu beeinflussen, oder?
Jeder mittelmäßige Hacker kann diesen Datenmitschreibern auch ganz andere Informationen zukommen lassen?!?
Und fast jeder kennt im Umfeld sicher irgenjemand, dessen Sohn jemanden kennt, der gut mit Computern kann, oder ;-)

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dfW

Diese Funktionen sind in Fixverdrahteten logikschaltkreisen mit Flash-Speicherbereich fix eingebaut. Das einzige was funktioniert, wäre nachbildung der Chips in FPGA (Altera oder Xilinx) ohne die Log-funktionen. In den Chips sind nämlich andere wichtige Funktionen verbaut. Für ECDL-Core Absolventen zu kompliziert, aber Anonymous-Mitgliedern traue ich das zu.
Bei mir werden die Zählertauscher jedenfalls auch auf Widerstand stoßen. Blauhelm hat recht wenn er starken Widerstand dagegen ankündigt.

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Es ist, wie es ist, diese 'neuen' Stromzähler sind reinste Spionagegeräte! Wer das in Frage stellt, sollte sich vorweg einmal technisch besser informieren. Der Stromverbrauch als solcher wird durch andere Zähler oder nahezu lückenloses Ablesen doch nicht geringer! Wenn Politiker 'wirtschaftlich' zu denken versuchen, bleibt es beim untauglichen Versuch, ob Treibstoffpreis-Regelungen, Naßrasierer statt Elektrorasierer, Windkrafträder (in USA stehen schon 14.000 aus wirtschaftlichen Gründen still! Die Errichtung kostet ein Vielfaches der jemals damit erzeugbaren Energie!), die Einführung der 'Sommerzeit' und anderer Blödsinnigkeiten.
Kann man diese Clique nicht einmal wo entsorgen, damit sie nicht weiter ständig Unfug verbrechen?

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Vermutlich soll letzlich der Strompreis an das tageszeitlich schwankende Angebot der Solar- und Windkraftanlagen angepaßt werden.

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Bild des Benutzers der faule Willi

Ich vermute, es werden zwar tageszeitabhängige Stromtarife errechnet werden, aber nur zum Zweck der Gewinnmaximierung der EVU's. Sie werden zu Hauptverbrauchszeiten im Haushalt den Tarif erhöhen und umgekehrt (nicht wie unser guter alter Nachtstrom, der ja einen niedrigeren Tarif hat).
Deshalb werden diese Stromverbrauchsprofile erarbeitet, nach denen es möglich sein wird, jedem Haushalt individuell das Maximum abzuknöpfen!
Daher mein Appell an jeden hier:
Verbraucht Euren Strom zu möglichst unterschiedlichen Zeiten, damit dieses Ansinnen in die Hosen geht!!!

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dfW

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