Am 13. August jährte sich zum 50. Mal der Bau der Berliner Todesmauer. Damals setzten DDR-Volkspolizisten den Beschluss des SED-Politbüros in Ostberlin um, die seit 1945 geteilte Stadt endgültig abzuriegeln. Grund dafür war die scheinbar unaufhaltsame Absetzbewegung großer Teile der Bevölkerung aus dem kommunistischen „Arbeiter- und Bauernstaat“ DDR, den die Sozialistische Einheitspartei(SED) aus der sowjetischen Besatzungszone ab 1949 geformt hatte. Mängelwirtschaft, kommunistischer Terror und Unterdrückung machten es damals immer mehr Menschen unerträglich, weiter in diesem Unrechtsstaat zu leben. Durch eine Todesmauer, welche die SED, aber auch viele linke Sympathisanten im Westen zynisch als „Antifaschistischen Schutzwall“ definierten, wollte man diese Realität korrigieren.