Im Sommerloch der österreichischen Innenpolitik lässt die Vorsitzende der Jungen Generation der SPÖ, Tina Tauß, mit einigen Forderungen zur Ausländerpolitik aufhorchen. Im Gespräch mit der Tageszeitung Die Presse fordert sie ein von der SPÖ geführtes Integrationsministerium nach der nächsten Wahl. Das Thema Zuwanderer ist ihr offensichtlich besonders wichtig, wenn sie verlangt, dass die SPÖ „noch mehr auf die Fragen Integration und Zuwanderung eingehen“ müsse. Besondere Relevanz hat aber vor allem eine Forderung von Tauß: Im öffentlichen Dienst sollen „Migranten“ positiv diskriminiert werden. Dies bedeutet, Menschen mit Migrationshintergrund bei gleicher Eignung bei der Aufnahme in den öffentlichen Dienst zu bevorzugen. Die Akzeptanz von Zuwanderern solle so erhöht werden; laut Tauß sei dies auch ein Vorteil für die Gesamtbevölkerung.